Salvini fordert im Scherz die

Blick in die Leonardo-Asstellung in Rom Bild: AFP

Salvini fordert im Scherz die "Mona Lisa" von Frankreich zurück

Der italienische Vize-Regierungschef Matteo Salvini hat sich im Scherz dafür ausgesprochen, die 'Mona Lisa' aus dem Pariser Louvre-Museum zurück nach Italien zu bringen - während einer Pressekonferenz in Rom aus Anlass von da Vincis 500. Todestag.

Der italienische Vize-Regierungschef Matteo Salvini hat sich am Mittwoch im Scherz dafür ausgesprochen, die "Mona Lisa" aus dem Pariser Louvre-Museum zurück nach Italien zu bringen. Während einer Pressekonferenz in Rom zu den Veranstaltungen aus Anlass von Leonardo da Vincis 500. Todestag sagte der Innenminister von der Rechtsaußenpartei Lega: "Ich gebe bekannt, dass wir mit dem französischen Botschafter zusammenarbeiten, um die 'Mona Lisa' zurückzuholen."

Es wäre "bequemer" für alle, die das weltberühmte Gemälde aus der Nähe betrachten wollten, ergänzte Salvini. Erst dann fügte er: "Spaß beiseite - natürlich brauchen wir keine weiteren internationalen Krisen."

Die Beziehungen zwischen Italien und Frankreich sind seit Monaten gespannt. Grund sind unter anderem der Streit um die Hochgeschwindigkeitstrasse zwischen dem norditalienischen Turin und der französischen Stadt Lyon, die Aufnahme von Flüchtlingen, aber auch die Auseinandersetzung um die Ausleihe von Werken des Universalgenies Da Vinci im Jubiläumsjahr. Im Februar hatte Frankreich nach scharfer Kritik der italienischen Führung an Präsident Emmanuel Macron seinen Botschafter vorübergehend aus Italien abgezogen.   

Der Renaissancekünstler Da Vinci wurde 1452 in Italien geboren und starb 1519 in Frankreich. Das römische Museum Scuderie del Quirinale eröffnete am Mittwoch eine Ausstellung zu Da Vinci als Wissenschaftler. Unter den 200 Exponaten befinden sich einige seiner berühmtesten Erfindungen wie die Riesenarmbrust, ein Katapult. Ein ganzer Raum ist Leonardos Kriegsmaschinen gewidmet.

Claudio Giorgione, der Kurator der Ausstellung "La scienza prima della scienza" (Die Wissenschaft vor der Wissenschaft), nannte da Vinci einen "Europäischen Weltenbürger". Er sei ein Vorreiter der Renaissance gewesen. Die Ausstellung will der Frage nachgehen, wie der Mythos rund um den Künstler und Erfinder entstand, der auch als Mathematiker, Architekt, Astronom und Bildhauer tätig war.

Salvini kündigte noch an, dass er vor dem 2. Mai - Leonardos Todestag - nach Mailand reisen werde, um in der dortigen Kirche Santa Maria delle Grazie Da Vincis berühmtes Fresko "Das letzte Abendmahl" zu bewundern. Was die Mona Lisa angehe, werde das ein bisschen länger dauern, solange sie in Paris bleibe. 

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