So schützen Sie Ihr Zahnfleisch richtig

mp Groß-Gerau - Regelmäßige Pflege und Vorsorgeuntersuchungen schützen vor Parodontitis. Aber auch die richtige Ernährung ist wichtig. PIKSEL/Getty Images/iStockphoto

So schützen Sie Ihr Zahnfleisch richtig

Mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland leidet an Entzündungen des Zahnfleischs. Bei etwa jedem Zehnten der betroffenen 35- bis 44-Jährigen geht das bis zu einer Erkrankung des gesamten Zahnhalteapparates. In anderen Altersgruppen sieht es nicht viel besser aus.


Mehr als die Hälfte der jungen Erwachsenen in Deutschland leidet an Entzündungen des Zahnfleischs. Bei etwa jedem Zehnten der betroffenen 35- bis 44-Jährigen geht das bis zu einer Erkrankung des gesamten Zahnhalteapparates. In anderen Altersgruppen sieht es nicht viel besser aus.

Die Entzündung kommt quasi "mit Ansage": Wird Zahnbelag (Plaque) nicht regelmäßig entfernt, verkalkt dieser und wird zu Zahnstein. Darin siedeln sich Bakterien an, die den Zahnschmelz angreifen und unter das Zahnfleisch wandern. Dort sind sie per Zahnbürste unerreichbar. Ohne Gegenmaßnahmen drohen so Entzündungen.

Was tun? Ohne tägliches Zähneputzen geht es nicht. Dazu gehört auch das Reinigen der Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einer Interdentalbürste.

Gerade auch auf der Ernährungsseite kann man aktiv werden: Ein vielseitiger Helfer gegen Parodontitis und ihre Vorstufen ist Vitamin C. Dieses unterstützt die Vermehrung von Abwehrzellen gegen die Plaquebakterien. Studien haben gezeigt, dass eine erhöhte Vitamin-C-Aufnahme das Zahnfleisch stärkt.

Coenzym Q10 schützt Zellen vor Schäden durch oxidativen Stress und somit vor Entzündungen. Das Auftragen von Coenzym Q10 auf das Zahnfleisch konnte in ersten Studien sowohl bei Gingivitis als auch bei Parodontitis Zahnfleischbluten lindern und die Tiefe der Zahnfleischtaschen verringern.

Eine Parodontitis-Behandlung kann auch durch den Einsatz von Probiotika unterstützt werden - etwa als Lutschtabletten oder Kaugummis. Probiotika sind lebende Bakterien, die einen gesundheitlichen Nutzen für den Menschen haben. Milchsäurebakterien können zum Beispiel Plaquebakterien verdrängen.

Eine Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäuren ist, kann ebenfalls in vielen Fällen helfen, Entzündungen am Zahnfleisch zu lindern. Wichtig ist dabei ein hoher Gehalt an Eicosapentaensäure (EPA). Fettreiche Fische wie Lachs und Hering zählen zu den wichtigsten Lieferanten der Fettsäuren. Auch die Einnahme über Fischölkapseln ist möglich.

Vitamin D und Calcium sind wichtig für stabile Kieferknochen. Vitamin D reduziert Zahnfleischentzündungen und fördert die Bakterienabwehr. Es wird von der Haut meist nur zwischen Mai und September bei direkter Sonneneinwirkung gebildet. In Winter und Frühjahr leiden daher viele Deutsche an Vitamin-D-Mangel.

Es gibt auch Präparate, die eine Kombination von Mikronährstoffen für das Zahnfleisch und das Immunsystem enthalten. Mehr dazu: www.vitamindoctor.com/zahnfleisch.

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