IG Metall und Segula einigen sich auf Tarifvertrag für Ex-Opel-Mitarbeiter

Entwicklungszentrum von Opel in Rüsselsheim Bild: AFP

IG Metall und Segula einigen sich auf Tarifvertrag für Ex-Opel-Mitarbeiter

Die Gewerkschaft IG Metall und der französische Entwicklungsdienstleister Segula haben sich auf einen Tarifvertrag verständigt. Wie die Tarifparteien erklärten, bekommen die Beschäftigten einen Haustarif auf dem 'Niveau der Flächentarifverträge'.

Der Opel-Partner Segula und die IG Metall haben sich auf einen Tarifvertrag verständigt. Die Beschäftigten bekommen einen Haustarif auf "Niveau der Flächentarifverträge", wie beide Tarifparteien am Montag mitteilten. Für die ehemaligen Opel-Mitarbeiter im Rüsselsheimer Entwicklungszentrum sollen beim Wechsel gleichbleibende Konditionen gelten. 

Das Verhandlungsergebnis biete den Mitarbeitern "Sicherheit in Form von guten und stabilen Arbeitsbedingungen", erklärte Segula-Personalchef Udo Bekker. "Zudem gibt uns der ausgehandelte Tarifvertrag die Flexibilität auf eine wechselnde Auftragslage reagieren zu können, was für uns als Entwicklungsdienstleister sehr wichtig ist."

Die Übernahme großer Teile des Opel-Entwicklungszentrums soll laut einer Segula-Sprecherin noch vor den Sommerferien abgeschlossen werden. Neben den Räumlichkeiten will der Dienstleister aus Frankreich auch viele Mitarbeiter übernehmen. Die Betroffenen haben die Wahl, ob sie wechseln oder den Standort lieber mit einer Abfindung verlassen wollen. Insgesamt will Opel 2000 der rund 6400 Stellen im Entwicklungszentrum abbauen. Über den aktuellen Stand wollten die Unternehmen keine Angaben machen. 

Bereits Mitte November hatte Opel mit Segula eine strategische Partnerschaft abgeschlossen. Segula ist neben der Autobranche auch in den Bereichen Luftfahrt und Verteidigung, Energie, Schienenverkehr, Marine, Pharmazie und Petrochemie aktiv. Die strategische Partnerschaft mit Segula soll aus Sicht von Opel zur "langfristigen Sicherung hochqualifizierter Arbeitsplätze im Bereich Forschung und Entwicklung in Rüsselsheim und Dudenhofen führen".

Die Rüsselsheimer Ingenieure hatten Unternehmensangaben zufolge nach dem Rückgang der Aufträge von Voreigentümer General Motors nicht mehr genug zu tun. Zwar kündigte der neue französische Eigentümer PSA die Einrichtung von 15 Kompetenzzentren in Rüsselsheim an - das reichte aber offensichtlich nicht, um die Kapazitäten auszulasten. Wie PSA bekräftigte, soll Rüsselsheim aber weiterhin Design und Entwicklung der künftigen Modelle für Opel- und die Schwestermarke Vauxhall verantworten.

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