Norwegen veröffentlicht Details zu mutmaßlichem Angriff auf Tanker vor Irans Küste

Iranische Fernsehbilder der beiden Tanker Bild: AFP

Norwegen veröffentlicht Details zu mutmaßlichem Angriff auf Tanker vor Irans Küste

Nach den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Öltanker vor der Küste des Iran hat Norwegen neue Informationen veröffentlicht. Die norwegische Seefahrtsbehörde teilte am Donnerstag mit, es habe drei Explosionen an Bord des norwegischen Tankers 'Front Altair' im Golf von Oman gegeben. Das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende Schiff sei am Morgen um 06.03 'angegriffen' worden. Es habe keine Verletzten gegeben, doch stehe das Schiff in Flammen und Rettungskräfte seien im Einsatz.

Nach den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Öltanker vor der Küste des Iran hat Norwegen neue Informationen veröffentlicht. Wie die norwegische Seefahrtsbehörde am Donnerstag mitteilte, gab es an Bord des norwegischen Tankers "Front Altair" im Golf von Oman drei Explosionen. Das unter der Flagge der Marshall-Inseln fahrende Schiff sei am Morgen um 06.03 Uhr "angegriffen" worden. Es habe keine Verletzten gegeben, doch stehe das Schiff in Flammen und Rettungskräfte seien im Einsatz.

Bei dem anderen Schiff handelt es sich laut der norwegischen Seefahrtsbehörde um die "Kokuka Courageous". Obwohl der Hintergrund der Angriffe noch unklar sei, empfahl die Behörde allen Schiffen, die Gewässer vor dem Iran vorläufig zu meiden. Die Fünfte US-Flotte hatte am Morgen gemeldet, zwei Tanker hätten im Golf von Oman nach einem "Angriff" Notrufe abgesetzt. Iranische Medien sprachen zunächst von einem "Unfall".

Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif äußerte seine Besorgnis über die "verdächtigen" Angriffe gegen Tanker mit "Verbindungen zu Japan". Sie ereigneten sich während "freundschaftlicher Gespräche" von Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe und Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, schrieb Sarif auf Twitter. Abe bemüht sich derzeit in Teheran um Vermittlung im Konflikt zwischen dem Iran und den USA.

Die Angriffe auf die Tanker erfolgen einen Monat nach "Sabotageakten" gegen vier Schiffe vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Saudi-Arabien machte damals den Iran dafür verantwortlich, auch die US-Regierung wies später auf Teheran als mutmaßlichen Verantwortlichen. Die Vorfälle heizten die Spannungen mit den USA weiter an, die Anfang Mai ihre Truppen in der Golfregion deutlich verstärkt hatten.

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