Schulbildung statt Kinderarbeit!

Schulbildung statt Kinderarbeit!

Auch Verbraucher in der Verantwortungsup.- Rund 150 Mio. Kinder weltweit müssen arbeiten, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Fast die Hälfte davon leidet unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen.

sup.- Rund 150 Mio. Kinder weltweit müssen arbeiten, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien beizutragen. Fast die Hälfte davon leidet unter gefährlichen oder ausbeuterischen Arbeitsbedingungen. Darauf hat das UN-Kinderhilfswerk UNICEF hingewiesen, das in Kinderarbeit sowohl die Folge als auch die Ursache von Armut sieht. Denn Kinder, denen die tägliche Arbeit jeden Zugang zu Bildung verwehrt, haben ihrerseits kaum Chancen, später einmal eine Familie zu ernähren. "Das ist nicht nur tragisch für jedes einzelne Mädchen und jeden einzelnen Jungen, sondern auch für die Länder als Ganzes", sagt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: "Gerade Entwicklungsländer sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder lernen und ihr Potenzial voll entfalten können, um für sich und ihr Land eine bessere Zukunft aufzubauen."

Das Kinderhilfswerk Terre des Hommes (TdH) fordert ein entschiedenes Engagement von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, um die Ausbeutung arbeitender Kinder zu beenden. Deutschland solle dabei international eine Vorreiterrolle einnehmen, zu der laut Bundesminister Müller die deutschen Verbraucher ebenfalls einen Beitrag leisten können. Wichtig sei beim Einkauf das Bewusstsein, dass auch billige Schokolade, Kleidung und Bananen ihren Preis haben. "Wenn Kinder dafür arbeiten müssen, dann ist der Preis zu hoch", so Müller. Um z. B. den Kindern in Regionen mit Kakaoplantagen nicht die Kindheit zu rauben, sollte beim Schokoladeneinkauf auf Produkte aus zertifiziertem Anbau geachtet werden. In Deutschland engagiert sich das Forum Nachhaltiger Kakao e. V. für Zertifizierungsstandards, mit denen die Lebensumstände der Kakaobauern und die Bildungschancen ihrer Kinder verbessert werden können ( www.kakaoforum.de). In dieser Initiative arbeiten Bundesregierung, Zivilgesellschaft, Industrie und Handel Hand in Hand. Gemeinsam wurde beispielsweise das Projekt "PRO-Planteurs" ins Leben gerufen, das kakaoproduzierende Familienbetriebe in der westafrikanischen Elfenbeinküste unterstützt. Wenn durch eine Professionalisierung dieser Betriebe und durch nachhaltig orientierte Anbaumethoden sowohl Qualität als auch Erträge der Ernte optimiert werden, ist dies eine ganz unmittelbare Maßnahme gegen Armut und Kinderarbeit.

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