Macron überträgt Verkehrsministerin auch Leitung des Umweltministeriums in Paris

Frankreichs neue Umweltministerin Elisabeth Borne Bild: AFP

Macron überträgt Verkehrsministerin auch Leitung des Umweltministeriums in Paris

Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne übernimmt zusätzlich das Umweltministerium. Das teilte das Präsidialamt in Paris am Dienstagabend mit. Die 58-Jährige folgt auf den bisherigen Ressortchef François de Rugy, der über die sogenannte Hummer-Affäre gestolpert war.

Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne übernimmt zusätzlich das Umweltministerium. Das teilte das Präsidialamt in Paris am Dienstagabend mit. Die 58-Jährige folgt auf den bisherigen Ressortchef François de Rugy, der über die sogenannte Hummer-Affäre gestolpert war. Präsident Emmanuel Macron erklärte, er respektiere die "persönliche Entscheidung" de Rugys, seinen Rücktritt einzureichen, um sich in der Affäre "mit voller Kraft verteidigen zu können".

Die Ingenieurin Borne hat ihre berufliche Karriere vor allem im Verkehrswesen absolviert, wurde 2014 aber auch schon einmal als Kabinettschefin der damaligen Ministerin Ségolène Royal ins Umweltministerium berufen. 2015 wurde sie mit der Leitung der Pariser Verkehrsbetriebe RATP betraut.

De Rugy hat laut dem Enthüllungsportal "Mediapart" als Vorsitzender der Nationalversammlung bis Juni 2018 rund zehn Abendessen veranstaltet, bei denen Hummer, Champagner und teure Weine gereicht worden seien. Die Gäste sollen größtenteils aus dem Umfeld von de Rugys Frau Séverine gestammt haben, die Journalistin des Magazins "Gala" ist. Der zurückgetretene Minister bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer einer "medialen Lynchjustiz".

Mit de Rugy schied in Macrons erst gut zweijähriger Amtszeit bereits der achte Minister aus seinem Kabinett aus. Als besonders krisenanfällig erwies sich dabei das Umweltministerium - erst vor knapp einem Jahr hatte de Rugys beliebter Vorgänger Nicolas Hulot sein Amt als Umweltminister aufgegeben. Der frühere Fernsehmoderator begründete dies mit einem mangelnden Engagement der Regierung für den Klima- und Umweltschutz. 

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