Von Russland festgenommene ukrainische Matrosen bleiben weiter in Haft

Die ukrainischen Matrosen im Lefortowo-Gefängnisn Bild: AFP

Von Russland festgenommene ukrainische Matrosen bleiben weiter in Haft

Ein russisches Gericht hat die Haft für 13 ukrainische Matrosen verlängert, die im November bei einem Zwischenfall vor der Halbinsel Krim festgenommen wurden.

Ein russisches Gericht hat die Haft für 13 ukrainische Matrosen verlängert, die im November bei einem Zwischenfall vor der Halbinsel Krim festgenommen wurden. Die Matrosen sollen nach der Entscheidung vom Mittwoch bis zum 24. Oktober inhaftiert bleiben. Insgesamt sind nach dem Zwischenfall, der sich am 25. November in der Meerenge von Kertsch ereignete, 24 ukrainische Matrosen in Russland in Haft. 

Für die elf anderen Matrosen sollte am Mittwochnachmittag in einer weiteren Gerichtsverhandlung über die Frage der Haftverlängerung entschieden werden.

Die Meerenge von Kertsch liegt zwischen der von Russland annektierten Halbinsel Krim und dem russischen Festland. Die russische Küstenwache hatte bei dem Zwischenfall in der Meerenge zwischen dem Schwarzen Meer und dem Asowschem Meer drei ukrainische Marineschiffe beschossen und aufgebracht. Mehrere ukrainische Matrosen wurden verletzt. Moskau wirft den Matrosen Grenzverletzung vor, Kiew bezeichnet sie hingegen als "Kriegsgefangene".

Der Anwalt Nikolai Polosow, der die Verteidigung der ukrainischen Matrosen übernahm, teilte mit, es gebe Gespräche über einen Gefangenenaustausch zwischen Kiew und Moskau. Einzelheiten wollte er nicht nennen. Den Matrosen drohen Haftstrafen von bis zu sechs Jahren.

Die Matrosen wurden zu der Verhandlung vor dem Gericht im Moskauer Viertel Lefortowo von bewaffneten und vermummten Polizisten eskortiert. Rund 40 Angehörige und Freunde der Gefangenen spendeten ihnen Applaus. 

In der vergangenen Woche führten der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und sein russischer Kollege Wladimir Putin erstmals ein Telefonat. Dabei war die Freilassung der 24 Matrosen nach Darstellung der Regierung in Kiew das "zentrale Thema".

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