Greenpeace-Aktion zum Klimaschutz am Tag der offenen Tür der Regierung

Das Transparent von Greenpeace Bild: AFP

Greenpeace-Aktion zum Klimaschutz am Tag der offenen Tür der Regierung

Klima-Protest am Tag der offenen Tür der Bundesregierung: Aktivisten der Umweltschutzorganisation Grenpeace entrollten am Sonntag an Regierungsgebäuden ein Banner mit den Konterfeis der drei Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft.

Klima-Protest am Tag der offenen Tür der Bundesregierung: Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace entrollten am Sonntag an Regierungsgebäuden Banner mit den Konterfeis der drei Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landwirtschaft, Peter Altmaier (CDU), Andreas Scheuer (CSU) und Julia Klöckner (CDU). Darunter stand geschrieben: "Klimanotstand - Wir ruinieren Ihre Zukunft." Das Landwirtschaftsressort kritisierte die Aktion scharf.   

Die Transparente brachten die Aktivisten nach eigenen Angaben im Innenhof des Wirtschaftsministeriums, gegenüber des Verkehrsministeriums und an der Fassade des Landwirtschaftsministeriums an. Ausgerechnet die Union, die für den Klimaschutz zentrale Ministerien besetze, würge mit ihrem Zaudern jeden Fortschritt ab, erklärte Greenpeace-Energieexperte Niklas Schinerl. Die Union blockiere den dringend nötigen Fortschritt beim Klimaschutz und setze so die ökologische und wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit Deutschlands aufs Spiel.

Altmaier habe auch gut ein halbes Jahr, nachdem die Kohlekommission ihren Ausstiegsplan vorgelegt hat, noch keinen einzigen der besonders klimaschädlichen Meiler abgeschaltet, kritisierte Greenpeace. Parallel sei der Ausbau der Windenergie unter Altmaier dramatisch eingebrochen. Scheuer lehne wirksame Maßnahmen wie einen Ausstieg aus dem Verbrenner und ein Tempolimit ab. Klöckner wiederum lehne es kategorisch ab, das Problem der klimaschädlichen Massentierhaltung anzugehen.

Eine Sprecherin von Klöckner kritisierte die Form des Protests der Greenpeace-Aktivisten, die am Sonntag vor Beginn des Tags der offenen Tür zu den Ministeriumsgebäuden gelangt waren. Ehrliche Leute kämen "aufrecht durch die Tür, nicht geduckt übers Dach", erklärte die Sprecherin. "Greenpeace betreibt Rechts- und Hausfriedensbruch und bittet dafür noch um Spenden", betonte sie. "Das muss man sich mal genauer anschauen."

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