Walart im Nordatlantik kommuniziert im Flüsterton mit seinen Jungtieren

Schwanzflosse eines Buckewals im Pazifik Bild: AFP

Walart im Nordatlantik kommuniziert im Flüsterton mit seinen Jungtieren

Um ihre Jungtiere vor Raubtieren zu schützen, senken weibliche Glattwale im Nordatlantik ihre Stimme zu einem Flüstern. Laut einer Studie senden Muttertiere des Atlantischen Nordkapers deutlich schwächere Signale aus als junge oder schwangere Walkühe.

Um ihre Jungtiere vor Raubtieren zu schützen, senken weibliche Glattwale im Nordatlantik ihre Stimme zu einem Flüstern. Laut einer neuen Studie senden Muttertiere des Atlantischen Nordkapers deutlich schwächere Signale aus als junge oder trächtige Walkühe. Damit wollten sie verhindern, dass die Kleinen zur Beute von Räubern werden, schrieben die Forscher in der Fachzeitschrift "Biology Letters" der Royal Society.

Für ihre Forschungen nutzten die Forscher Mikrofone, die sie mit Saugnäpfen an den Walen befestigten. Sie fanden heraus, dass die Signale der Muttertiere in den ersten drei Lebensmonaten ihres Nachwuchses nur bis zu hundert Meter weit zu hören waren - statt wie sonst üblich bis zu einem Kilometer weit. 

Auf diese Weise reduzierten die Wale die "Gefahr, dass Raubtiere mithören", schrieben die Forscher. Gleichzeitig sei die Kommunikation zwischen Mutter und Kind bei dieser Distanz weiter möglich. 

Der Atlantische Nordkaper ist vom Aussterben bedroht, es gibt inzwischen nur noch rund 500 Exemplare. Die bis zu 16 Meter langen und rund hundert Tonnen schweren erwachsenen Tiere werden nur selten von Orcas angegriffen, für ihre Jungtiere allerdings ist die Gefahr deutlich größer.

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