Darum ist geistige Gesundheit so wichtig

mp Groß-Gerau - Immer mehr Menschen in Deutschland kämpfen mit psychischen Problemen. Geralt / pixabay.com

Darum ist geistige Gesundheit so wichtig

Für die große Mehrheit der Bundesbürger ist die geistige Gesundheit mindesten genauso wichtig wie das körperliche Wohlbefinden. Gleichzeitig haben allerdings nur 39 Prozent den Eindruck, dass das derzeitige Gesundheitssystem psychischen Erkrankungen den gleichen Stellenwert einräumt wie körperlichen Beschwerden.


Für die große Mehrheit der Bundesbürger ist die geistige Gesundheit mindesten genauso wichtig wie das körperliche Wohlbefinden. Gleichzeitig haben allerdings nur 39 Prozent den Eindruck, dass das derzeitige Gesundheitssystem psychischen Erkrankungen den gleichen Stellenwert einräumt wie körperlichen Beschwerden. Das ist das Ergebnis einer globalen Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts Ipsos im Auftrag des Policy Institutes am King's College in London.

Ebenfalls 39 Prozent denken sogar, dass die körperliche Verfassung der Patienten vom Gesundheitswesen grundsätzlich als wichtiger betrachtet wird als die Psyche. Folgerichtig widersprechen 65 Prozent der Befragten der Meinung, dass zunehmende Ausgaben für Dienstleistungen zum Wohle der psychischen Gesundheit eine Geldverschwendung wären.

Eine knappe Mehrheit der Deutschen (56 Prozent) hält psychische Erkrankungen zudem für Krankheiten wie jede andere, nur 21 Prozent sind anderer Meinung. Dennoch denken 61 Prozent, dass wir in unserer Gesellschaft viel toleranter gegenüber Menschen mit psychischer Krankheit sein müssten.

Und 58 Prozent der Befragten finden außerdem, dass es ein Zeichen von Stärke ist, bei mentalen Beschwerden einen Psychologen oder Psychiater aufzusuchen, wobei bei Frauen der Anteil der Zustimmungen höher ist als bei Männern. In vielen Ländern werden Besuche beim Psychologen beziehungsweise Psychiater sogar noch deutlich positiver bewertet als hierzulande, vor allem in lateinamerikanischen Nationen wie Mexiko (81 Prozent), Peru (78 Prozent) oder Kolumbien (74 Prozent) trifft das zu. In Südkorea (28 Prozent) und Japan (24 Prozent) wird es dagegen eher als Schwäche angesehen, wenn man sich bei geistigen Problemen professionelle Hilfe sucht.

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