FDP fordert stärkere Einfuhrkontrollen zum Schutz vor Schweinepest

Zum Schutz vor einer drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland fordert die FDP stärkere Kontrollen. Sie verwies auf die illegale Einfuhr von Fleisch als Risikofaktor.

Zum Schutz vor einer drohenden Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest nach Deutschland fordert die FDP stärkere Kontrollen. In den vergangenen drei Jahren seien bei Einreisenden an Häfen und Flughäfen jährlich 10.000 bis 15.000 Kilogramm Fleisch beschlagnahmt worden, das illegal nach Deutschland eingeführt werden sollte, geht aus einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf FDP-Anfrage hervor. "Die Gefahr ist groß, dass auch virulentes Fleisch eingeführt wird", sagte der FDP-Bundestagsabgeordnete Karlheinz Busen der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Montag.

Laut Ministerium wurde das Fleisch in Paketsendungen oder Reisegepäck entdeckt. Busen sagte der Zeitung, die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. 

Die Afrikanische Schweinepest ist für Menschen ungefährlich, für Haus- und Wildschweine hingegen tödlich. Zuletzt wurde der Virus bei einem toten Wildschwein in Westpolen entdeckt, rund 40 Kilometer vor der deutschen Grenze entfernt. 

Busen warnte vor den Folgen eines Ausbruchs für deutsche Schweinebetriebe: "Der Export mit zahlreichen Handelspartnern wie zum Beispiel China würde eingestellt, und die Preise für Schweinefleisch würden ins Bodenlose abrutschen."

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