Boko-Haram-Kämpfer töten im Nordosten Nigerias bei Feuergefecht 19 Viehzüchter

Nigerianische Soldaten bekämpfen seit Jahren Islamistengruppen Bild: AFP

Boko-Haram-Kämpfer töten im Nordosten Nigerias bei Feuergefecht 19 Viehzüchter

Im Norden Nigerias haben dschihadistische Kämpfer bei einem Feuergefecht 19 Viehzüchter erschossen. Kämpfer der Gruppe Boko Haram griffen das Dorf Fuhe nahe der Grenze zu Kamerun an, wie Bewohner der Region sagten.

Im Norden Nigerias haben dschihadistische Kämpfer bei einem Feuergefecht 19 Viehzüchter erschossen. Kämpfer der Gruppe Boko Haram griffen das Dorf Fuhe nahe der Grenze zu Kamerun an, wie Bewohner der Region am Sonntag sagten. Die Viehzüchter seien erschossen worden, als sie Widerstand zu leisten versuchten. Die Hilfsorganisation Aktion gegen den Hunger teilte am Wochenende zudem mit, dass vier im Juli genommene Geiseln von einer Splittergruppe von Boko Haram umgebracht worden seien.

Die Viehzüchter, die von den Boko-Haram-Kämpfern angegriffen wurden, gehören zur Ethnie der Fulbe. "Die Aufständischen haben bei dem Feuergefecht 19 Viehzüchter getötet", sagte der Milizenführer Umar Kachalla. Die Leichen der Getöteten seien zu einer Polizeistation gebracht worden. Zunächst hätten die Fulbe einen Angriff der Boko-Haram-Kämpfer zurückgeschlagen. Als sie ihnen dann aber nachstellten, seien sie von den "besser bewaffneten" Kämpfern "überwältigt" worden, sagte ein weiterer Zeuge. Die Boko-Haram-Kämpfer kehrten nach dem Feuergefecht den Schilderungen zufolge in das Dorf Fuhe zurück und brannten die Wohnungen nieder.

Boko Haram verübt im Norden Nigerias schon seit zehn Jahren zahlreiche Gewalttaten. Von Nigeria aus hat sich Boko Haram allmählich Richtung Kamerun, Tschad und Niger ausgebreitet. Daneben operiert im Norden Nigerias auch die Miliz Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap), die sich von Boko Haram abgespaltet hat. Bei dem Kampf der Dschihadisten mit den nigerianischen Sicherheitskräften wurden rund 35.000 Menschen getötet, zwei Millionen ergriffen die Flucht.

Iswap brachte nach Angaben der Organisation Aktion gegen den Hunger vier von sechs Geiseln um, die am 18. Juli entführt worden waren. Die Organisation forderte die sofortige Freilassung des letzten noch lebenden Entführungsopfers, ihrer Mitarbeiterin Grace. Eine der Geiseln war bereits im September ermordet worden. 

Unter den Entführten waren eine Mitarbeiterin von Aktion gegen den Hunger, zwei Fahrer und drei Mitarbeiter des nigerianischen Gesundheitsministeriums. Nach der Entführung hatte Iswap ein Video der Gruppe veröffentlicht. Der nigerianische Journalist Ahmad Saldika führte die Ermordung der vier Geiseln darauf zurück, dass Gespräche mit der nigerianischen Regierung gescheitert seien. 

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