Siebter Patient mit Coronavirus in Italien gestorben

Straßensperre in Norditalien Bild: AFP

Siebter Patient mit Coronavirus in Italien gestorben

In Italien ist ein siebter Patient an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der 62-jährige Mann stammte aus dem lombardischen Ort Castiglione d'Adda südlich von Mailand.

In Italien ist ein siebter Patient an dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der 62-jährige Mann stamme aus dem lombardischen Ort Castiglione d'Adda südlich von Mailand, teilten die Behörden am Montagabend mit. Italienischen Medienberichten zufolge litt er schon vor seiner Ansteckung mit dem Coronavirus an mehreren chronischen Krankheiten und war auf Dialyse angewiesen. Die Zahl der Infizierten liegt nach Angaben des Zivilschutzes bei 229.

Italien ist binnen kurzer Zeit zum größten Infektionsherd des neuartigen Virus in Europa geworden. Die meisten Infektionen wurden in der norditalienischen Region Lombardei gemeldet, von dort stammen auch sechs der sieben Todesopfer. Außerdem sind Venetien, das Piemont, die Emilia-Romagna sowie Trentino-Südtirol und Friaul-Julisch Venetien betroffen. Bei allen Todesopfern handelte es sich um ältere Menschen, die teilweise bereits unter Vorerkrankungen litten.

Die italienische Regierung hat drastische Maßnahmen gegen das Virus ergriffen. Elf Ortschaften, zehn in der Lombardei und eine in Venetien, wurden abgeriegelt. Der Karneval in Venedig wurde abgebrochen, Fußballspiele und andere Großveranstaltungen wurden abgesagt. Schulen und Universitäten in allen betroffenen Regionen bleiben vorerst geschlossen. In Mailand, der Hauptstadt der Lombardei, waren am Montag auch die berühmte Scala und der Dom zu.

Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza berief für Dienstagnachmittag ein Krisentreffen mit seinen Kollegen aus den Nachbarländern ein. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte seine Teilnahme zu.

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