Bolsonaro: Einschränkungen wegen Corona-Krise können zu

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro mit Atemschutzmaske Bild: AFP

Bolsonaro: Einschränkungen wegen Corona-Krise können zu "Chaos" führen

Brasiliens Präsident Bolsonaro hat die wegen der Corona-Krise angeordneten Beschränkungen und Betriebsschließungen als Gefahr für die Stabilität des Landes kritisiert. Die Schließung von Schulen und Geschäften könne zu 'Chaos' und 'Plünderungen' führen, sagte er.

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat die wegen der Corona-Krise angeordneten Geschäftsschließungen und Beschränkungen als Gefahr für die Stabilität des Landes kritisiert. Die Schließung von Schulen und Betrieben könne zu "Chaos" und "Plünderungen" führen, sagte der rechtsradikale Staatschef am Mittwoch in Brasília. Die Maßnahmen gefährdeten die "demokratische Normalität". 

"Die Unternehmen produzieren nichts. Sie können ihre Angestellten nicht bezahlen", sagte Bolsonaro. "Und wenn die Wirtschaft zusammenbricht, wird es nicht mehr möglich sein, Beamte zu bezahlen." Bolsonaro hatte die von Bundesstaaten wie São Paulo und Rio de Janeiro verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens, zu denen auch Ausgangssperren zählen, bereits am Dienstag scharf kritisiert. In einer Fernseh- und Radioansprache warf er den regionalen Behörden eine Politik der "verbrannten Erde" vor.

Die Äußerungen vom Dienstag stießen bei Ärzten, Behörden und auch unter Anhängern des Präsidenten auf scharfe Kritik. Sie warnten vor einer weiteren Ausbreitung des neuartigen Coronavirus. Bislang infizierten sich in Brasilien gut 2200 Menschen mit dem Erreger, 46 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19. 

Bolsonaro sprach sich für eine Rückkehr zur Normalität aus. Er rief dazu auf, Arbeitnehmer wieder in ihre Unternehmen zu schicken. Ältere und kranke Menschen müssten geschützt werden. "Aber sonst nichts", sagte der Staatschef. 

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