Gabun verbietet wegen Corona-Pandemie Verzehr von Fledermäusen und Schuppentieren

Schuppentier Bild: AFP

Gabun verbietet wegen Corona-Pandemie Verzehr von Fledermäusen und Schuppentieren

Als Konsequenz aus der Coronavirus-Pandemie hat Gabun den Verzehr und den Verkauf von Schuppentieren und Fledermäusen untersagt. Das teilte Staatschef Ali Bongo Ondimba am Freitag im Rahmen eines Maßnahmenpakets gegen das Virus mit. Es wird davon ausgegangen, dass das neuartige Coronavirus ursprünglich bei Fledermäusen aufgetreten war. Wissenschaftler vermuten aber, das es durch eine andere Säugetierart auf den Menschen übertragen wurde, womöglich durch das Schuppentier.

Als Konsequenz aus der Coronavirus-Pandemie hat Gabun den Verzehr und den Verkauf von Schuppentieren und Fledermäusen untersagt. Das teilte Staatschef Ali Bongo Ondimba am Freitag im Rahmen eines Maßnahmenpakets gegen das Virus mit. Es wird davon ausgegangen, dass das neuartige Coronavirus ursprünglich bei Fledermäusen aufgetreten war. Wissenschaftler vermuten aber, das es durch eine andere Säugetierart auf den Menschen übertragen wurde, womöglich durch das Schuppentier.

Sowohl Schuppentiere als auch Fledermäuse wurden bislang auf Märkten in Gabun verkauft. In China, wo im Dezmber erstmals Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus bei Menschen festgestellt wurden, ist das Schuppentier zum einen wegen seines Fleisches, zum anderen wegen seiner Schuppen begehrt. Die traditionelle chinesische Medizin schreibt den Schuppen heilende Wirkung zu.

Tierschützern zufolge ist das Schuppentier das am häufigsten illegal gehandelte Säugetier der Welt. Es lebt hauptsächlich in Südostasien, vier Arten sind aber auch in Afrika heimisch. Der Körper des nachtaktiven und insektenfressenden Tiers ist mit braunen Hornschuppen bedeckt, bei Gefahr rollt es sich zu einer Kugel zusammen. Wilderer können die scheuen Tiere dann einfach aufheben.

In Gabun wurden bislang 21 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. Als Maßnahme gegen eine Ausbreitung des Erregers kündigte Staatschef Ondimba am Freitag eine Ausgangssperre in der Hauptstadt Libreville an. Ein konkretes Datum nannte er nicht. Zuvor waren in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Staat in Zentralafrika schon andere Maßnahmen wie Schulschließungen und nächtliche Ausgangssperren ergriffen.

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