Zahl der schweren Thrombosen steigt

mp Groß-Gerau - Bewegung ist ein erprobtes Mittel gegen Thrombosen und Embolien. sasint / pixabay.com

Zahl der schweren Thrombosen steigt

Mangelnde Bewegung ist ein Risikofaktor für die Gesundheit und kann das Thromboserisiko erhöhen. Dabei machen Thrombosen und Lungenembolien auch während der Corona-Pandemie keine Pause.


Mangelnde Bewegung ist ein Risikofaktor für die Gesundheit und kann das Thromboserisiko erhöhen. Dabei machen Thrombosen und Lungenembolien auch während der Corona-Pandemie keine Pause.

Durch den öffentlichen Fokus auf die durch das Corona-Virus hervorgerufene Covid-19-Erkrankung scheinen andere lebensbedrohliche Krankheiten aus dem Blickfeld zu verschwinden. Das hat fatale Folgen für viele Patienten. Professor Rupert Bauersachs, wissenschaftlicher Leiter des Aktionsbündnis Thrombose, appelliert daher an die Patienten: "Achten Sie auf jedes neue Symptom, etwa Schwellungen oder Schmerzen im Bein. Sprechen Sie Ihren Hausarzt an und lassen Sie Ihr Thromboserisiko abklären."

Die Experten beobachten aktuell eine deutlich geringere Zahl an Fällen, die von Hausärzten überwiesen werden. Stattdessen kommen mehr schwere Fälle in die Kliniken, die stationär behandelt werden müssen und häufig Folgeschäden davontragen. "Diese Fälle hätte man oft frühzeitig gut behandeln können", so Bauersachs.

Hinzu kommt, dass viele Menschen die heilsame Wirkung der Bewegung vernachlässigen. Doch gesunde Gefäße sind ein wichtiger Schutzfaktor gegen eine Thrombose. Einfaches Training hilft schon, die Venen so zu stärken, dass diese ihre Arbeit zuverlässig machen können. Das Aktionsbündnis Thrombose hat eine Übersicht mit einfachen Übungen wie der "Fußwippe" oder "Zehenspitzen heben" anschaulich aufbereitet und zum kostenlosen Download auf der Website www.risiko-thrombose.de bereitgestellt.

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