Streit um Maskenpflicht - Festnahmen nach Hirntod eines Busfahrers

Streit um Maskenpflicht: Festnahmen nach brutalem Angriff auf Busfahrer Bild: AFP

Streit um Maskenpflicht - Festnahmen nach Hirntod eines Busfahrers

Nach einem brutalen Angriff an einer Haltestelle ist ein französischer Busfahrer für hirntot erklärt worden. Ein Verdächtiger wurde nach dem Vorfall verhaftet, wie es am Montag von Seiten der Polizei in Bayonne im Südwesten Frankreichs hieß. Weitere sind demnach auf der Flucht. Der Fahrer war am Sonntagabend von einer Gruppe attackiert worden, weil er die Unmaskierten ohne Fahrausweise nicht in seinen Bus lassen wollte. 

Nach dem Hirntod einen Busfahrers hat die französische Polizei fünf mutmaßliche Angreifer festgenommen. Vier von ihnen waren am Dienstag weiter in Polizeigewahrsam, wie die Staatsanwaltschaft im südwestfranzösischen Bayonne mitteilte. Ein weiterer sollte im Tagesverlauf freigelassen werden. Der 59-jährige Busfahrer war brutal angegriffen worden, nachdem er Passagiere an die Maskenpflicht erinnert hatte. Er schwebte zuletzt in Lebensgefahr.

Die Polizei rief Zeugen des Vorfalls auf, sich zu melden. Nach neuen Angaben der Behörden eskalierte die Lage am Sonntagabend an einer Haltestelle in einem Vorort von Bayonne: Der Busfahrer weigerte sich demnach, einen unmaskierten Mann mit Hund in sein Fahrzeug zu lassen. Zudem rief er vier Passagiere ohne Schutzmaske auf, den Bus zu verlassen. Danach wurde er von einem oder mehreren Passagieren angegriffen und schwer am Kopf verletzt, wie es hieß.

Aus Protest gegen die Gewalt legten erneut zahlreiche Fahrer in Bayonne die Arbeit nieder. In Frankreich gilt in allen öffentlichen Verkehrsmitteln wegen der Corona-Pandemie eine Maskenpflicht.

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