Mindestens 17 Tote bei Flugzeugunglück in Indien

Das Flugzeugwrack Bild: AFP

Mindestens 17 Tote bei Flugzeugunglück in Indien

Bei einem Flugzeugunglück in Indien sind am Freitag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende Passagiere wurden verletzt, 15 von ihnen schwer, wie die örtlichen Behörden mitteilten.

Bei einem Flugzeugunglück in Indien sind am Freitag mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere Passagiere wurden verletzt, 15 von ihnen schwer, wie die örtlichen Behörden mitteilten. Die Passagiermaschine der Fluggesellschaft Air India Express war auf dem Flughafen Kozhikode im südlichen Bundesstaat Kerala bei starkem Regen über das Ende der Landebahn hinausgeschlittert und in zwei Teile zerbrochen.

Die Boeing 737 kam aus Dubai und hatte nach Angaben der Airline 191 Passagiere und Besatzungsmitglieder an Bord. Beide Piloten kamen laut den Behörden bei dem Unglück ums Leben. Auch ein zehn Monate altes Baby und ein 18 Monate altes Kleinkind waren laut einer der Nachrichtenagentur AFP vorliegenden Patientenliste unter den Toten.

Laut der zivilen Luftfahrtbehörde DGCA schoss die Maschine über das Ende der Landebahn hinaus, rutschte zehn Meter einen Hang hinab und zerbrach. Der Rumpf des Flugzeugs wurde abgerissen, in Brand geriet die Maschine aber nicht. Dennoch bespritzten Rettungskräfte das Wrack mit Wasser. Mehrere Menschen mussten mit Spezialwerkzeug aus den Überresten geschnitten werden. 

Der Fernsehsender News18 berichtete, Ursache des Unglücks sei ein Problem mit dem Fahrwerk gewesen, die Airline und die Luftfahrtbehörde bestätigten dies jedoch nicht.

Mindestens 15 Menschen seien schwer verletzt worden, sagte Polizeisprecher Abdul Karim der Nachrichtenagentur AFP. "Wir befürchten, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen wird. Der Rettungseinsatz ist abgeschlossen. Wir sammeln jetzt die Habseligkeiten und Wertsachen der Menschen auf der Landebahn ein und sortieren sie", sagte er.

Der Flug war Teil eines Rückholprogramms für in der Corona-Pandemie im Ausland gestrandete indische Bürger. Zehntausende Inder waren in den vergangenen Monaten mit hunderten Flügen insbesondere aus den Golfstaaten in ihre Heimat zurückgebracht worden. Aus Flugunterlagen geht hervor, dass 15 der Passagiere ihren Job verloren hatten, zwölf kehrten wegen eines medizinischen Notfalls nach Indien zurück und zwei Reisende waren auf dem Weg zu ihrer Hochzeit.

Premierminister Narendra Modi bekundete im Kurzbotschaftendienst Twitter sein Beileid für die Angehörigen: "Meine Gedanken sind bei denjenigen, die ihre Liebsten verloren haben. Mögen die Verletzten so schnell wie möglich genesen."

Zuletzt war es in Indien 2010 zu einem schweren Flugzeugunglück gekommen. Damals schoss ebenfalls eine aus Dubai kommende Maschine der Air India Express bei der Landung in Mangalore über die Landebahn hinaus. Sie ging in Flammen auf, 158 Menschen kamen ums Leben, nur acht überlebten.

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