Französischer Premier will Maskenpflicht im Freien ausweiten

Jean Castex in Montpellier Bild: AFP

Französischer Premier will Maskenpflicht im Freien ausweiten

Der französische Premierminister Jean Castex hat für eine möglichst flächendeckende Maskenpflicht geworben. Es bestehe ein 'großes Risiko' für ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie, sagte Castex bei einem Besuch im südfranzösischen Montpellier.

Der französische Premierminister Jean Castex hat für eine möglichst flächendeckende Maskenpflicht geworben. Es bestehe ein "großes Risiko" für ein Wiederaufflammen der Corona-Pandemie, sagte Castex am Dienstag im südfranzösischen Montpellier. Er werde die lokalen Behörden deshalb auffordern, die Maskenpflicht im öffentlichen Raum "so weit wie möglich" auszudehnen. 

Die Franzosen müssten sowohl "individuell als gemeinsam" handeln, um zu verhindern, dass sich das Coronavirus erneut stark ausbreite, sagte Castex. Eine Wiederkehr der Pandemie wäre "schwierig unter Kontrolle zu bringen" und würde "den Druck auf Krankenhäuser, unsere Wirtschaft, unser Bildungssystem sowie unser Zusammen- und Kulturleben" verstärken. 

Die Beschränkung für Großveranstaltungen auf maximal 5000 Teilnehmer verlängerte der Premierminister bis Ende Oktober. Ursprünglich war eine Lockerung bereits für Ende August geplant. 

In Frankreich sind Mund-Nase-Bedeckungen aufgrund der Pandemie bereits landesweit im öffentlichen Verkehr sowie in Gebäuden wie Banken, Geschäften und Behörden verpflichtend. Mehrere Kommunen haben die Vorschriften zusätzlich ausgeweitet. So ist etwa in Paris das Tragen von Atemschutzmasken rund um Touristen-Hotspots auch im Freien vorgeschrieben. Auch in Nizza besteht eine teilweise Maskenpflicht im Freien. 

Castex kündigte auch eine Verschärfung der Kontrollen der Maskenpflicht sowie weiterer Corona-Maßnahmen an, darunter auch die Meldepflicht für Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern. 

Frankreich gehört zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern in Europa. Mehr als 30.000 Menschen starben bereits an den Folgen einer Corona-Infektion. 

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