Besonderer Hitzeschutz bei Arbeit im Freien

Beschäftigte, die viel im Freien arbeiten, müssen sich bei Hitze und intensiver UV-Strahlung besonders schützen. (JaxStrong/Flickr)

Beschäftigte, die viel im Freien arbeiten, müssen sich bei Hitze und intensiver UV-Strahlung besonders schützen. (JaxStrong/Flickr)

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2010-07-28 | mp Berlin - Viele Menschen üben ihren Beruf im Freien aus. Bei Hitzwellen müssen sie sich besonders schützen, wie nun die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) betont. Vor allem Zimmerer, Dachdecker, Straßenbauer und Maurer leiden unter hohen Temperaturen. So können zum Beispiel erste Anzeichen wie Übelkeit und Schwindel oder die Störung des Bewusstseins auf einen drohenden Hitzschlag hindeuten. Diese Symptome müssen daher auf jeden Fall ernst genommen werden. Da durch das Schwitzen viel Flüssigkeit und Mineralstoffe verlorengehen, ist viel zu trinken und Salzaufnahme besonders wichtig. Empfehlenswert sind bis zu vier Liter täglich, am besten geeignet ist leicht gekühltes Mineralwasser. Der Salzverlust durch starkes Schwitzen kann durch salzige Nahrung oder eine Elektrolyt-Lösung ausgeglichen werden.

Verschiedene Untersuchungen zeigen laut BG Bau, dass Bauarbeiter eine 4,7-fach höhere Dosis an UV-Strahlen aufnehmen als Beschäftigte, die sich ausschließlich in geschlossenen Räumen aufhalten. Für die Haut besteht daher eine erhöhte Krebsgefahr. Die gefährlichste Hautkrebserkrankung durch UV-Strahlen stellt das sogenannte "maligne Melanom" (schwarzer Hautkrebs) dar. Dieser Tumor ist für den Großteil der Hautkrebs-Todesfälle verantwortlich. Ein ausreichender Sonnenschutz ist daher unerlässlich, um gefährlichen Hautveränderungen vorzubeugen. Doch Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor bis 30 reicht allein nicht immer aus. Deshalb sollte der Körper bekleidet und der Kopf bedeckt sein. Eine Sonnenbrille mit UV-Kennzeichen schützt die empfindliche Netzhaut der Augen.

Arbeitgeber müssen nach dem Arbeitsschutzgesetz mögliche Gefahren für ihre Beschäftigten ermitteln, diese beurteilen und geeignete Schutzmaßnahmen treffen. Das gilt auch für Arbeiten im Freien, da hierbei Hitze und Sonnenstrahlen Gefahrenquellen darstellen können. Wenn möglich, sind die Tätigkeiten in Schattenbereiche zu verlegen und die Arbeits- und Pausenzeiten auf das Klima einzustellen. mp/al

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