Marathonzeit mit mathematischem Modell errechenbar

Die schnellstmögliche Zeit beim Marathonlauf soll nun mit Hilfe eines mathematischen Modells errechnet werden können.

Die schnellstmögliche Zeit beim Marathonlauf soll nun mit Hilfe eines mathematischen Modells errechnet werden können. Kalkuliert hat das Modell der Marathonläufer und Doktorand des Massachusetts Institute of Technology Benjamin Rapoport. Damit soll errechnet werden können, wie hoch die maximale Sauerstoffaufnahme des Läufers und wie schnell sein Kohlenhydratvorrat verbraucht ist.

Die Sauerstoffaufnahme wird dafür in Milliliter pro Zeiteinheit zum Transport zu den Muskeln gesetzt. Ein durchschnittlicher Mann nimmt 45 Milliliter Sauerstoff pro Minute und Kilogramm Körpergewicht auf, mit Training kann man den Wert auf etwa 60 Milliliter steigern. Trainierte Frauen erreichen 52 Milliliter Gas pro Minute und Kilogramm Körpergewicht (ml/min/kg).

Nach Rapoports Bericht in der Fachzeitschrift "PLoS" kann ein Mann mittels der in den Beinmuskeln gespeicherten Kohlenhydratmenge und einer maximalen Sauerstoffaufnahme von 60 ml/min/kg den Marathon in drei Stunden und zehn Minuten laufen. Wer die Strecke schneller schaffen will, müsste zusätzliche Kohlenhydrate vor oder während des Rennens aufnehmen. Was das Modell nicht berücksichtigen kann, sind die mentale Stärke und die eigene Disziplin, die ebenfalls bei Langstreckenläufen eine wichtige Rolle spielen (www.ploscompbiol.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pcbi.1000960).

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