Südliche EU-Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit im Kampf gegen Klimakrise

Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis und sein italienischer Kollege Mario Draghi Bild: AFP

Südliche EU-Staaten vereinbaren engere Zusammenarbeit im Kampf gegen Klimakrise

Die Staats- und Regierungschefs der südlichen EU-Staaten haben eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Klimakrise vereinbart.

Die Staats- und Regierungschefs der südlichen EU-Staaten haben eine engere Zusammenarbeit im Kampf gegen die Klimakrise vereinbart. "Die zerstörerischen Brände dieses Sommers, die vor allem Griechenland, Italien und Zypern getroffen haben, haben kein Mittelmeerland verschont", sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis nach dem Gipfeltreffen am Freitag in Athen. "Da die Gefahr uns allen droht, sollten wir uns auch gemeinsam verteidigen."

Kroatien, Zypern, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Portugal, Slowenien und Spanien wollen sich den Angaben zufolge stärker über Präventionsmaßnahmen austauschen. Außerdem verpflichteten sie sich, sich für den Schutz des Kultur- und Naturerbes im Mittelmeerraum einzusetzen und den Umstieg von fossilen Brennstoffen auf erneuerbare Energien und kohlenstoffarme Technologien voranzutreiben. 

Sie bekannten sich zudem erneut zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens von 2015. In dem Abkommen wurde vereinbart, die Erderwärmung auf unter zwei Grad - vorzugsweise auf 1,5 Grad - im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Mittelmeerländer bekommen die Auswirkungen der Klimakrise besonders deutlich zu spüren - immer wieder kommt es zu heftigen Wetterschwankungen, Waldbränden und Überschwemmungen.

Die Staats- und Regierungschefs berieten auf dem Gipfel auch über das Thema Migration. Die EU befürchtet angesichts der Krise in Afghanistan einen erneuten Flüchtlingszustrom wie 2015.