Französisch-britischer Streit um 200 Fischereilizenzen zieht sich hin

Präsident Emmanuel Macron Bild: AFP

Französisch-britischer Streit um 200 Fischereilizenzen zieht sich hin

Der britisch-französische Streit um 150 bis 200 Fischereilizenzen zieht sich weiter hin. 'Wir lassen unsere Fischer nicht im Stich', sagte Präsident Emmanuel Macron am Rande eines Besuchs im Norden Frankreichs.

Der britisch-französische Streit um 150 bis 200 Fischereilizenzen zieht sich weiter hin. "Wir lassen unsere Fischer nicht im Stich", sagte  Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Freitag am Rande eines Besuchs im Norden des Landes. "Die (Europäische) Kommission muss uns unterstützen. Es geht zu langsam", betonte er. "Wenn die Kommission ihre Rolle nicht einnimmt, dann macht Frankreich das eben."

Bei dem Konflikt geht es um ständige Lizenzen für französische Fischerboote. Nach dem Brexit-Abkommen dürfen französische Fischer in britischen Gewässern weiter ihrer Arbeit nachgehen, wenn sie vorher schon dort gefischt haben. Frankreich und Großbritannien sind sich jedoch nicht darüber einig, wie dies nachzuweisen ist. 

"Wir geben nicht auf. Wir verhandeln weiter und machen zugleich Druck", sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune und drohte einmal mehr implizit mit Sanktionen. Meeresministerin Annick Girardin hatte zuvor mögliche Entschädigungszahlungen für betroffene Fischer erwähnt. Das war sowohl von manchen Fischern als auch von der Opposition als ein Einknicken vor der britischen Regierung interpretiert worden. 

"Emmanuel Macron hat kapituliert", kommentierte die rechtspopulistische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen. Der konservative Kandidat und Ex-Brexit-Verhandler der EU, Michel Barnier, kritisierte die "Resignation" angesichts der britischen Haltung.