Klinikkreise: Mindestens 29 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen

Verletzte am Nasser-Krankenhaus in Chan Junis, Gazastreifen Bild: AFP

Klinikkreise: Mindestens 29 Tote bei Angriff auf Schule im Gazastreifen

Bei einem Angriff auf eine Schule im südlichen Gazastreifen sind nach Angaben aus Klinikkreisen mindestens 29 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden.

Bei einem Angriff auf eine Schule im südlichen Gazastreifen sind nach Angaben aus Klinikkreisen am Dienstag mindestens 29 Menschen getötet worden. Dutzende weitere Menschen seien bei dem Angriff auf den Eingang einer Schule in Abassan östlich von Chan Junis verletzt worden, hieß es aus Kreisen des Nasser-Krankenhauseses in Chan Junis. Dort wurden Verletzte behandelt. Auch die islamistische Hamas sprach von 29 Toten.

Die israelische Armee teilte auf Anfrage von AFP mit, dass ein Angriff in dem Gebiet ausgeführt worden sei. Der Vorfall werde untersucht. Die israelische Luftwaffe habe Präzisionsmunition eingesetzt.

Seit Samstag gab es israelischen Angaben zufolge drei weitere Angriffe auf Schulen im Gazastreifen, in denen Vertriebene untergebracht waren. Nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Behörden im Gazastreifen wurden dabei mindestens 20 Menschen getötet.

Die israelische Armee zielte mit den Angriffen nach eigenen Angaben auf "Terroristen". Sie beschuldigte die Hamas, "systematisch internationales Recht zu brechen", indem sie zivile Strukturen für ihre Zwecke nutze und Bewohner des Gazastreifens als "menschliche Schutzschilde" missbrauche.

Der Krieg im Gazastreifen begann am 7. Oktober mit dem Großangriff von Kämpfern der Hamas und weiterer militanter Palästinensergruppen auf Israel. Dabei wurden nach israelischen Angaben 1195 Menschen getötet und 251 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. 

Als Reaktion auf den Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden dabei bislang mehr als 38.200 Menschen getötet.