Russland bringt ersten Satelliten zur Erforschung des Arktis-Klimas ins All

Start einer Sojus-Rakete in Baikonur im April 2020 Bild: AFP

Russland bringt ersten Satelliten zur Erforschung des Arktis-Klimas ins All

Russland hat seinen ersten Satelliten zur Überwachung des Klimas in der Arktis ins All gebracht. Der zweite für das System benötigte Satellit soll allerdings erst 2023 starten.

Russland hat seinen ersten Satelliten zur Überwachung des Klimas in der Arktis ins All gebracht. Wie die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mitteilte, beförderte am Sonntag eine Sojus-Rakete den Satelliten Arktika-M vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan in den Weltraum. Roskosmos-Chef Dmitri Rogosin erklärte im Onlinedienst Twitter, nach dem Start sei die Kommunikation mit dem Satelliten planmäßig hergestellt worden.

Russland will Wetterdaten über den Land- und Meeresgebieten der Arktis sammeln. Dazu benötigt werden nach Angaben von Roskosmos allerdings mindestens zwei Satelliten benötigt. Der zweite Arktika-M-Satellit soll erst 2023 ins All gebracht werden, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete.

Russlands Staatschef Wladimir Putin ist an der wirtschaftlichen Nutzung der Arktis interessiert. Auf die riesigen Öl- und Gasvorkommen am Nordpol erheben aber auch andere Länder wie die USA und Norwegen Ansprüche. Der Klimawandel verstärkt die Eisschmelze in der Arktis, was wiederum die Förderung fossiler Brennstoffe in dem Gebiet erleichtert.