Pflege schon ab den ersten Zähnchen wichtig

mp Düsseldorf/Essen - Karies an Milchzähnen kann die nachkommenden, bleibenden Zähne anstecken. Gute Pflege und regelmäßige Zahnarztkontrollen sind daher wichtig.nn(Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/535884) Claudia Heck / pixelio.de

Pflege schon ab den ersten Zähnchen wichtig

Bereits die ersten Milchzähne müssen gut gepflegt werden.

Bereits die ersten Milchzähne müssen gut gepflegt werden. Doch Kleinkindern den Sinn der Zahnpflege schmackhaft zu machen, ist ein äußerst schwieriges Unterfangen. Lustige Zahnbürsten und gut schmeckende Zahnpasta erleichtern es, die Kleinen an das Zähneputzen heranzuführen. Bis zum sechsten Lebensjahr brauchen sie die Unterstützung der Eltern. "Je früher ein Kind an die tägliche Pflege-Routine der Zähne gewöhnt wird, desto gesünder ist das Gebiss auch im Alter", erklärt Dr. Stefan Schmid, Zahnarzt von diadentis aus Düsseldorf und Essen.

Schon mit der Stillzeit fängt die erste Zahnpflege an: "Durch die Anstrengung beim Saugen sind Mund und Kiefer kräftig in Bewegung. Als Folge wird Zungen-, Lippen- und die Kaumuskulatur gestärkt, ihre Entwicklung und die der Kieferknochen des Säuglings wird angeregt", erklärt der Experte. In den meisten Fällen kommen nach ungefähr sechs Monaten die ersten beiden Milchzähne. Sie haben einen anders strukturierten Zahnschmelz als bleibende Zähne. Deshalb ist die Gefahr von Karies erhöht. "Viele Eltern unterschätzen die Tragweite kariöser Milchzähne. Denn erst mit sechs Jahren rücken die bleibenden Zähne nach. Backenzähne verbleiben sogar häufig bis zum zwölften Lebensjahr bis sie ausfallen. Sind die Milchzähne von Karies befallen, können sie die nachkommenden anstecken", sagt Schmid. Die richtige Zahnbürste für Kinder muss einen dickeren Griff haben, damit sie gut in den kleinen Händen liegen. Die Borsten müssen kurz, weich und flexibel sein, damit Zahnfleisch und Zahnschmelz nicht verletzt werden. "Sind alle Milchzähne gewachsen, kann das Kind auf eine Bürste mit anderen Borsten umsteigen. Im Fachhandel sind Zahnbürsten deswegen häufig nach Altersklassen unterteilt", erklärt Zahnpflege-Experte Kay Link vom Fachgeschäft "smilestore's" in Essen. Der Fluoridgehalt muss in Kinderzahnpasta verringert sein, damit die Dosierung auch beim Verschlucken nicht schädlich ist. Zahnpasten ohne Fluorid sind ebenfalls wirksam. Sie enthalten Inhaltsstoffe wie Süßholz-Extrakte und Milchenzyme, die ungefährlich sind und ebenfalls Karies vorbeugen können. Aber auch Geschmack und Optik spielen nach Kay Links Erfahrung eine wichtige Rolle: "Häufig haben Kinder am Zähneputzen viel mehr Spaß, wenn sie sich die Zahnpasta mit einem schönen Motiv und einem außergewöhnlichen Geschmack selbst aussuchen dürfen." Und auch bei guter Zahnpflege gilt: Wenn alle Milchzähne vorhanden sind, ist es unbedingt ratsam, alle sechs Monate mit dem Nachwuchs vorsorglich zum Zahnarzt zu gehen.

Comments

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.