Erste Anzeichen von Demenz sofort behandeln

mp Berlin - Mit einer frühzeitigen Therapie können Demenzkranke ihre Lebensqualität länger aufrechterhalten.nn(Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/570430) Angela Parszyk / pixelio.de

Erste Anzeichen von Demenz sofort behandeln

Durch die frühzeige Diagnose von Demenz kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert werden.

Durch die frühzeige Diagnose von Demenz kann die Lebensqualität der Betroffenen deutlich verbessert werden. Erste Anzeichen der Erkrankung sind unter anderem Schlaflosigkeit, Depression, Unruhe, Angst oder Aggressivität.

"Eine Demenzerkrankung beginnt meist schleichend mit Merkstörungen, Schwierigkeiten bei der Wortfindung, Verhaltensänderungen und nachlassender Aktivität. Wenn Familienmitglieder solche Anzeichen zeigen, ist eine zeitnahe Untersuchung bei einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie angeraten. Denn es ist von zentraler Bedeutung, die Ursache für die Symptome zu klären, eine mögliche Demenzerkrankung zu identifizieren und andere Erkrankungen oder Ursachen auszuschließen", betont Professor Wolfgang Maier, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN), Berlin. Es können aber auch andere Ursachen vorliegen.

Deshalb sei es neben der Untersuchung des Gehirns notwendig mögliche Stoffwechselerkrankungen oder Infektionserkrankungen abzuklären. Ebenso müssten alle Medikamente, die der Betroffene einnimmt, eingehend überprüft werden, um zu erkennen, ob möglicherweise Neben- oder Wechselwirkungen die Symptome ausgelöst oder verstärkt haben könnten. Selbst Überdosierungen von Arzneimitteln kommen als Ursache in Frage. "Auch wenn die Sorge vor der möglichen Diagnose Demenz groß ist, sollten sich Betroffene nicht davor scheuen, entsprechende Beschwerden von einem Facharzt untersuchen zu lassen", rät Maier. Zwar kann kein Medikament eine Demenz zurückbilden oder ein Voranschreiten der Krankheit vollständig stoppen. Spezielle Medikamente verzögern das Fortscheiten des Krankheitsprozesses jedoch.

Wichtig sind vor allem körperliche und geistige Aktivität. Daneben vermag gegebenenfalls eine ergänzende medikamentöse Behandlung mögliche Verhaltensstörungen lindern, die bei Demenzerkrankungen häufig auftreten. Die Patienten gewinnen wieder mehr an Alltagskompetenz und können länger in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben. Zudem werden die Angehörigen spürbar entlastet. www.psychiater-im-netz.org

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