Annette Bulut (mp)20. Oktober 2014, 14:15 UhrGESUNDHEIT
Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer, draußen erwartet uns Schmuddelwetter, drinnen überhitzte Räume.
Die Temperaturen sinken, die Tage werden kürzer, draußen erwartet uns Schmuddelwetter, drinnen überhitzte Räume. Unter diesen Bedingungen haben Hustenerreger leichtes Spiel. Wenn der Husten länger als acht Wochen andauert, besteht außerdem die Gefahr, dass er chronisch wird. Bei Husten greifen Viren die Schleimhäute in den Bronchien an. Das führt zu Entzündungen und vermehrter Produktion von zähem Schleim. Der löst den Hustenreiz aus. Ärzte unterscheiden zwischen trockenen Reizhusten ohne Auswurf und den losen, produktiven Husten, bei dem Schleim abgehustet werden kann. Ein akuter Husten ist nach spätestens acht Wochen vorbei. Der deutlich seltenere chronische Husten dauert länger als acht Wochen an. Er muss ärztlich abgeklärt werden. Seine Ursachen sind vielfältig. Eine kann Asthma bronchiale sein. Es gehört zu den sogenannten obstruktiven Atemwegserkrankungen, bei denen der Luftstrom in den Atemwegen behindert ist. Hier ist eine frühzeitige und konsequente Behandlung notwendig, um die Lunge vor Langzeitfolgen zu schützen und ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden. Eine andere Ursache kann COPD sein, eine chronisch-obstruktive Entzündung der Bronchien.
Betroffen sind vor allem Menschen ab 40 Jahren. Fast 80 Prozent der Patienten sind Raucher. Eine frühzeitige Diagnose und Therapie kann das Fortschreiten der Lungenerkrankung verhindern und die Symptome verbessern. Informationen, Therapiemöglichkeiten und einen COPD-Selbsttest bietet die Initiative "Mein Leben mit COPD" unter: www.mein-leben-mit-copd.de.