Schluss mit der Wasserverschwendung

wid-en Groß-Gerau - Die Ressource Wasser wird noch immer sehr freizügig verbraucht. Hydroponik soll dabei helfen, den Verbrauch zu reduzieren. freeimages9 / pixabay.com / CC0

Schluss mit der Wasserverschwendung

Unsere Nahrungsmittelproduktion verbraucht Unmengen an Wasser. Trinkwasser ist eine wertvolle und vor allen Dingen begrenzte Ressource. Das ist bekannt, und deshalb gibt es auch Ansätze, diesen Verbrauch nachhaltig zu reduzieren.


Unsere Nahrungsmittelproduktion verbraucht Unmengen an Wasser. Trinkwasser ist eine wertvolle und vor allen Dingen begrenzte Ressource. Das ist bekannt, und deshalb gibt es auch Ansätze, diesen Verbrauch nachhaltig zu reduzieren. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert aktuell das Projekt "HypoWave".

HypoWave ist dabei eine Abkürzung für den offiziellen Projekttitel: "Einsatz hydroponischer Systeme zur ressourceneffizienten landwirtschaftlichen Wasserwiederverwendung." Hydroponik gewinnt als sparsame Bewässerungsmethode immer mehr Boden. Nicht im wörtlichen Sinne, denn auf Boden wird im herkömmlichen Sinne verzichtet. Die Pflanzen werden über eine Nährlösung in Pflanzgefäßen ohne Erde versorgt. Dabei versickert kein Wasser und es verdunstet nur wenig.

"Die abwassertechnische Innovation besteht darin, die Aufbereitung des Bewässerungswassers gezielt auf eine optimale Nährstoffverwertung der Pflanzen auszurichten", sagt Projektleiter Thomas Dockhorn vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der Technischen Universität Braunschweig. Das so aufbereitete Wasser soll viele Nährstoffe enthalten, dabei aber weitgehend frei sein von Schwermetallen, organischen Spurenstoffen oder pathogenen Keimen.

Eine Pilotanlage entsteht aktuell bei Hattorf in der Nähe von Wolfsburg. "Wichtig ist dabei auch, zu ermitteln, wie die konkrete Vernetzung zwischen Siedlungswasserwirtschaft und Landwirtschaft gelingen kann, damit das Konzept tragfähig wird", sagt Martina Winker vom Projektpartner ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt. Das Projekt läuft bis 2019 und soll bis dahin Ergebnisse liefern, ob und wie sich das Konzept auf einen großen Maßstab übertragen lässt. (vm/en-wid)

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