Bunt statt blau: Plakate gegen Komasaufen

mp Groß-Gerau - Mit dem Bild eines durch Alkohol gezeichneten Gesichts gewinnt die 17-jährige Nina Mitzschke aus Berlin den Hauptpreis beim Kreativwettbewerb "bunt statt blau" 2018. DAK-Gesundheit

Bunt statt blau: Plakate gegen Komasaufen

Viele Jugendliche gefährden ihre Gesundheit durch exzessiven Alkoholmissbrauch. Doch es gibt auch viele jungen Menschen, die gegen das sogenannte 'Komasaufen' mobil machen. Darunter eine Berliner Abiturientin, die jetzt den Kreativwettbewerb 'bunt statt blau' 2018 gewonnen hat.


Viele Jugendliche gefährden ihre Gesundheit durch exzessiven Alkoholmissbrauch. Doch es gibt auch viele jungen Menschen, die gegen das sogenannte "Komasaufen" mobil machen. Darunter eine Berliner Abiturientin, die jetzt den Kreativwettbewerb "bunt statt blau" 2018 gewonnen hat. Im Frühjahr 2018 hatten bundesweit rund 8.000 Schüler teilgenommen und Plakate gegen Alkoholmissbrauch entworfen. Jetzt ehrten die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler, DAK-Vorstandsmitglied Thomas Bodmer und Sänger Emree Kavás die Sieger im Bundesministerium für Gesundheit in Berlin.

Mit dem Bild eines durch Alkohol gezeichneten Gesichts gewann die 17-jährige Nina Mitzschke aus Berlin den Hauptpreis in Höhe 500 Euro. "Bei bunt statt blau zeigen die Kids dem Alkoholmissbrauch die rote Karte", betonte die Bundesdrogenbeauftragte Marlene Mortler. "Es ist jedes Jahr faszinierend, mit welcher Begeisterung und Kreativität die jungen Leute sich mit dem Thema beschäftigen."

Siegerin Nina Mitzschke lässt auf ihrem Plakat aus einem fotografierten Flachmann blaue Farbe wie Alkohol über ein Mädchengesicht fließen. "Mit meinem Plakat versuche ich die Botschaft von ,bunt statt blau' möglichst zugänglich zu verpacken", erklärte die junge Berlinerin ihr Siegerbild. "Die Spur, welche der Alkohol hinterlässt, färbt auf die Frau ab und taucht ihr Leben in ein tiefes Blau."

Die Auswirkungen von zu viel Alkohol sind auf den Körper eines Jugendlichen deutlich stärker als bei einem Erwachsenen: Aufgrund ihres in der Regel geringeren Körpergewichts werden Mädchen und Jungen im Teenager-Alter schneller betrunken. Gleichzeitig wird der Alkohol langsamer abgebaut, da das dafür verantwortliche Enzym in der Entwicklungsphase noch in geringerer Menge vorhanden ist. "Alkohol wirkt auf junge Menschen schneller, stärker und länger als auf Erwachsene. Deshalb ist das Komasaufen bei Jugendlichen eine gefährliche Tatsache", sagt DAK-Vorstandsmitglied Bodmer. 2016 kamen laut DAK 22.133 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

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