Sanfte Schlummerhelfer: Tipps gegen Schlafstörungen

mp Groß-Gerau - Die Basis für einen erholsamen Schlaf ist eine schlaffördernde Umgebung, die sogenannte Schlafhygiene. GettyImages

Sanfte Schlummerhelfer: Tipps gegen Schlafstörungen

Etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen leiden unter Schlafstörungen (medizinisch: Insomnie): Sie schlafen schlecht ein, wachen mehrmals pro Nacht auf oder finden nach nur wenigen Stunden Schlaf keine Ruhe mehr. Bereits kurzfristig kann Schlafmangel die Lebensqualität erheblich einschränken.


Etwa 20 bis 30 Prozent aller Menschen leiden unter Schlafstörungen (medizinisch: Insomnie): Sie schlafen schlecht ein, wachen mehrmals pro Nacht auf oder finden nach nur wenigen Stunden Schlaf keine Ruhe mehr. Bereits kurzfristig kann Schlafmangel die Lebensqualität erheblich einschränken. Hält er länger an, ist sogar die Gesundheit gefährdet. Eine chronische Schlafstörung kann das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen und das Immunsystem schwächen. Von einer solchen Insomnie sprechen Experten, wenn diese länger als einen Monat anhält. Neben typischen Verhaltensweisen haben auch bestimmte Vitamine und Mineralstoffe einen Einfluss auf die Nachtruhe, denn sie sind wichtig für die Bildung schlafregulierender Botenstoffe.

Die Basis für einen erholsamen Schlaf ist eine schlaffördernde Umgebung, die sogenannte Schlafhygiene. Normalerweise reguliert das Hormon Melatonin einen gesunden Schlaf: Es wird bei Dunkelheit vom Gehirn ausgeschüttet, wir werden müde. Deshalb sollten Sie auf zu helles Licht im Schlafzimmer, auch von Laptop oder Smartphone, verzichten. Eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad gilt als optimal. Achten Sie zudem darauf, möglichst immer zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen, um die innere Uhr nicht aus dem Takt zu bringen. Vielen Menschen fällt es schwer, abends den Stress und die Sorgen des Tages hinter sich zu lassen. Dabei können Entspannungstechniken wie Autogenes Training helfen.

Schwere Mahlzeiten am Abend oder der übermäßige Genuss von Alkohol oder koffeinhaltigen Getränken sind häufig weitere Störfaktoren. Hilfreich hingegen kann die Zufuhr bestimmter Vitamine und Mineralstoffe sein, die zum Beispiel für die Bildung von Melatonin wichtig sind. Eine Vorstufe des Schlafhormons ist die Aminosäure Tryptophan, die unter anderem in Milch enthalten ist.

Doch dass heiße Milch (mit Honig) als Hausmittel gegen Einschlafprobleme gilt, ist wohl eher ihrer psychologischen Wirkung zuzuschreiben, denn 100 Milliliter Milch enthalten nur etwa 49 Milligramm Tryptophan. Bei Schlafstörungen liegt die Einnahmeempfehlung aber bei mindestens 250 Milligramm. Daher kann es sinnvoll sein, die Aminosäure in Form eines Mikronährstoffpräparates einzunehmen. Weitere Mikronährstoffe, die für die Produktion von Melatonin notwendig sind, sind Vitamin B6 und Magnesium. Bei Menschen mit Schlafstörungen wird daher häufig ein Magnesiummangel festgestellt. Mehr Informationen zu Vitaminen, Mineralstoffen und Co. unter: www.vitamindoctor.com

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