Harscher Winter legt weiterhin Teile Europas lahm - Fünf Tote in Frankreich

Schneebedeckte Landschaft in der Normandie Bild: AFP

Harscher Winter legt weiterhin Teile Europas lahm - Fünf Tote in Frankreich

Harsches Winterwetter hat auch am Dienstag in Teilen Europas den Verkehr ausgebremst. In Frankreich starben fünf Menschen durch Verkehrsunfälle bei Schnee und Eis.

Harsches Winterwetter hat auch am Dienstag in Teilen Europas den Verkehr lahmgelegt. Erneut wurden in Frankreich wie den Niederlanden zahlreiche Flüge gestrichen. In Serbien sorgte der starke Schneefall für zahlreiche Stromausfälle. In Frankreich starben fünf Menschen durch Verkehrsunfälle bei Schnee und Eis, auch in Bosnien starb eine Frau infolge des Wetters. 

Im Südwesten Frankreichs kamen am Dienstagmorgen nach Angaben der Behörden drei Menschen bei durch Glatteis verursachten Verkehrsunfällen ums Leben. Im Großraum Paris starb in der Nacht ein Taxifahrer im Krankenhaus, der mit seinem Wagen in den Fluss Marne gestürzt war. Sein Passagier überlebte, wurde aber noch wegen einer Unterkühlung behandelt. Östlich von Paris wurde ein Fahrer bei der Kollision mit einem Lkw getötet.

Der Flugverkehr in Frankreich war erneut stark beeinträchtigt. An den Pariser Flughäfen Roissy-Charles de Gaulle (CDG) und Orly wurden vom Morgen bis zum frühen Nachmittag zahlreiche Flüge gestrichen, wie Verkehrsminister Philippe Tabarot mitteilte. Am Flughafen CDG waren rund 40 Prozent der Flüge betroffen, in Orly 25 Prozent. Am Montag waren an den beiden Flughäfen etwa 15 Prozent der Flüge abgesagt worden. 

Im Norden und Westen Frankreichs galt am Dienstag wegen Glatteises die zweithöchste Warnstufe. Sechs kleinere Flughafen waren in diesen Regionen geschlossen. In zahlreichen Orten fielen die Schulbusse aus. Vor allem im Westen war auch der Zugverkehr beeinträchtigt, mehrere Strecken waren komplett gesperrt. Die TGV-Hochgeschwindigkeitszüge fuhren mit gedrosselter Geschwindigkeit. 

Verkehrsminister Tabarot warf dem Wetterdienst vor, den Schneefall unterschätzt zu haben - es seien nur drei Zentimeter Schnee vorhergesagt worden, aber bis zu acht Zentimeter gefallen. In den betroffenen Landesteilen, etwa an der französischen Atlantikküste, sind derartige Schneefälle eine Ausnahme. 

Auch in den Niederlanden kam es erneut zu zahlreichen Flugausfällen. Am Amsterdamer Flughafen Schiphol wurden am Dienstag mehr als 400 Flüge gestrichen. Die Züge der niederländischen Bahngesellschaft NS waren am Morgen noch lahmgelegt, begannen dann aber um 10.00 Uhr wieder zu rollen.

Großbritannien bibberte in der bisher kältesten Nacht dieses Winters, wie der dortige Wetterdienst mitteilte. Im ostenglischen Verwaltungsbezirk Norfolk wurden minus 12,5 Grad Celsius gemessen. 

In Schottland blieben mehr als 300 Schulen geschlossen, wie der Sender BBC berichtete. Der Zugverkehr in Schottland war weiterhin stark gestört. Im schottischen Aberdeen wie in Liverpool in Nordwestengland nahmen die Flughäfen aber wieder den Betrieb auf, nachdem sie am Vortag hatten schließen müssen.