Ausnahmezustand wegen Buschbränden im Südosten Australiens

Buschfeuer in Victoria Bild: AFP

Ausnahmezustand wegen Buschbränden im Südosten Australiens

Wegen schwerer Buschbrände haben die Behörden im Südosten Australiens den Ausnahmezustand ausgerufen. Wichtigstes Ziel sei es, Menschenleben zu retten, erklärte die Regierungschefin des Bundesstaats Victoria, Jacinta Allan.

Wegen schwerer Buschbrände haben die Behörden im Südosten Australiens den Ausnahmezustand ausgerufen. Wichtigstes Ziel sei es, Menschenleben zu retten, erklärte die Regierungschefin des Bundesstaats Victoria, Jacinta Allan, am Samstag. An die Bewohner appellierte sie, Evakuierungsaufrufen unbedingt Folge zu leisten.

Bei Temperaturen von über 40 Grad Celsius  und starkem Wind waren in dem Bundesstaat in den vergangenen Tagen mehrere Buschbrände ausgebrochen. Allein in der waldigen Region Longwood vernichtete ein Feuer fast 150.000 Hektar Vegetation. Nach Angaben des Katastrophenschutzes wurden bislang mindestens 130 Gebäude zerstört.

Derzeit gebe es noch zehn große Buschbrände, sagte Katastrophenschutzchef Tim Wiebusch. Es müsse davon ausgegangen werden, dass diese noch tage- oder sogar wochenlang brennen werden. Hunderte Feuerwehrleute aus dem ganzen Land sind im Einsatz. 

In Australien ist derzeit Sommer. In den Sommermonaten gibt es in dem Land regelmäßig Buschbrände. Durch den Klimawandel nimmt die Zahl und Intensität der Dürren und schweren Waldbrände allerdings zu. Die Durchschnittstemperatur in dem Land ist laut Wissenschaftlern seit dem Jahr 1910 um 1,5 Grad Celsius angestiegen.