Neuer Waldbrand in Südfrankreich: 270 Feuerwehrleute und vier Löschflugzeuge im Einsatz
AFP10. August 2026, 03:08 UhrBRENNPUNKTE
Rund 270 Feuerwehrleute haben am Sonntag in Südfrankreich gegen einen sich schnell ausbreitenden Waldbrand gekämpft. Bis zum frühen Abend hatte das Feuer eine Fläche von mehr als 150 Hektar erfasst und breitete sich weiter aus.
Ausgelöst wurde das Feuer nach ersten Erkenntnissen wohl von einem auf einer Straße in Brand geratenen Auto. Von den Evakuierungen waren zwei kleine Dörfer im Gemeindegebiet von La Tieule betroffen, auf die sich das Feuer zubewegte. 20 Häuser wurden geräumt, die Straße zwischen La Tieule und dem Nachbarort Le Recoux wurde gesperrt.
In dem Gebiet gebe es "sehr viel Wald" und es sei "extrem trocken", warnte der Einsatzleiter der Feuerwehr, Marc Toulouse. Die örtlichen Behörden baten Anwohner darum, nicht mehr den Notruf zu wählen, um den Brand zu melden, weil eine Überlastung der Einsatzleitstelle drohe.
Später erklärte ein Sprecher der Feuerwehr von Lozère, die gemeinsamen Bemühungen hätten dazu beigetragen, "das Feuer einzudämmen und zwei Häuser zu retten", die unmittelbar bedroht gewesen seien. "Die Arbeiten konzentrieren sich nun auf den Brandherd, der nach wie vor nicht zugänglich ist", fügte er hinzu.
Dürre und mehrere aufeinanderfolgende Hitzewellen haben die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet. Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden.