"Sinnesorgane" fürs vernetzte Leben

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vom 7.-10.

Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vom 7.-10. Januar 2014 präsentiert Bosch winzige Bausteine für die vernetzte Welt und mögliche Anwendungen. Diese sogenannten MEMS-Sensoren (Micro Electro Mechanical Systems) sind zwar nur wenige Millimeter groß, ihr Potenzial aber ist riesig.


Mikroskopisch feine Strukturen im Inneren messen Beschleunigung, Luftdruck, Erdmagnetfeld, Geräusche, Drehraten oder Temperatur. Ausgestattet mit Miniaturbatterie und winziger Funk-Schnittstelle, können sie diese Messdaten via Internet zum Beispiel aufs Smartphone des Nutzers schicken. Damit lassen sich im Prinzip alle Gegenstände des täglichen Lebens ins Internet holen - sie teilen ihren Zustand auf Wunsch jederzeit mit. So wachsen die reale und die virtuelle Welt zusammen. Das schafft ein aussichtsreiches Zukunftsfeld.

MEMS-Sensoren sind die Sinnesorgane vieler mobiler Geräte, die auf der weltgrößten Messe für Konsumelektronik in vielen Varianten präsentiert werden. Bosch bringt modernen Elektronikgeräten wie Smartphones mit den Sensoren das ,,Fühlen" und ,,Hören" bei: ein Smartphone ,,weiß" damit, wie es gehalten wird und daher sein Bild drehen muss. Winzige MEMS-Mikrofone nehmen Geräusche und Sprache auf. Notebooks, Tablets, Smart-Watches, Spielekonsolen oder Sportuhren sind weitere Anwendungen. Auch Speditionen können profitieren: Ersatzteile im Lager melden via Internet ihre Anzahl und ihren Ort. Und dank eines aufgeklebten Beschleunigungssensors lässt sich jederzeit abfragen, ob empfindliche Geräte stets erschütterungsfrei transportiert werden. Mehr noch: Stürzt eine so gesicherte Kiste auf den Boden, sendet der Sensor eine Warnung per E-Mail. Durch das Internet spielt es keine Rolle, ob ihr Ziel eine Firmenzentrale in Deutschland oder sonstwo auf der Welt ist.

Weitere Beispiele sind:
Sicherheit im Urlaub: Türen und Fenster offen oder geschlossen?
Auf der CES zeigt Bosch, wie MEMS-Sensoren das Internet der Dinge und Dienste ermöglichen. Ein auf dem Messestand per Funk aufgespanntes Sensornetzwerk liest und überträgt ständig Informationen über seine unmittelbare Umgebung. Nutzer erfahren zum Beispiel, welche Türen offen oder geschlossen sind, wie laut es ist und wie sich Temperatur, Druck und Feuchte im Laufe des Tages an unterschiedlichen Stellen des Messestandes verändert haben. Ein automatischer Staubsauger mit MEMS-Sensoren und integriertem WiFi-Funkmodul meldet laufend seine Position. Erst kürzlich hatte Bosch mit den Unternehmen ABB, Cisco und LG angekündigt, gemeinsam einen offenen Standard für eine Software-Plattform für das Smart Home der Zukunft bereitzustellen.

Auto-Infotainment, Automatischer Parkassistent und E-Ladestationen
Zudem zeigt Bosch auf der CES Technologien für das vernetzte Auto, wie zum Beispiel Lösungen für Ferndiagnose, Infotainment und Fahrerassistenzsysteme sowie Ladestationen für Elektroautos. Bei ,,Driverless Car Experience" demonstriert Bosch wichtige Vorstufen des automatisierten Fahrens wie den ,,Automatischen Parkassistenten", das vorausschauende Notbremssystem sowie das System ,,mySpin", mit dem Smartphone-Funktionen ins Fahrzeug eingebunden werden können. Darüber hinaus präsentiert Bosch ergänzende Kompetenzen wie eBike-Systeme, stationäre Stromspeicher und IP-fähige Heizgeräte.

,,Es ist nicht die Frage, ob die reale und die virtuelle Welt dank solcher Sensoren zusammenwachsen. Es geht nur noch um das Wann", sagt Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH und Geschäftsführer Dr. Dirk Hoheisel ergänzt. ,,Es ist heute noch gar nicht absehbar, welche neuen Anwendungen, Funktionen und Geschäftsmodelle unsere Sensoren ermöglichen werden. Wir sehen hier ein riesiges Potenzial." (Newspress.de/HS)