Gesundes Heizen - aber wie?

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Jedes Heizungsmodell besitzt eigene Vor- und Nachteile, die sich nicht nur auf das Wohngefühl an sich, sondern auch auf die Gesundheit der Bewohner auswirken können. Grundsätzlich gibt es nicht das perfekte Modell, um alle Bedenken aus dem Weg zu schaffen und trotzdem die neuesten Errungenschaften der Technik genießen zu können.
Was sind also die wichtigsten gesundheitlichen Vor- und Nachteile bei der Anschaffung von Pelletmodellen, Infrarotsysteme, Bodenheizung und Co?

Pellets zum Beispiel gelten seit einigen Jahren als großes Wunder in der Heizungsindustrie, denn sie sollen CO2-neutral sein und werden aus erneuerbaren Rohstoffen hergestellt. Doch sollte man sich beim Umgang mit den Energiebomben ein wenig informieren, bevor man das Heizungsmodell benutzt:
Ein großes Problem bei der Nutzung von Pellets ist zum Beispiel die Feinstaubentwicklung, die wesentlich höher als bei einer Gasheizung oder anderen Modellen ist. Nicht jede Pelletheizung verfügt über einen Filter, weshalb man unbedingt darauf achten sollte, so einen zu benutzen. Zudem gilt die Asche, die bei der Verbrennung der Pellets übrig bleibt, als gesundheitsschädlich und ist absolut nicht für den Kompost geeignet. Wer diese nicht fachgerecht entsorgt, sondern einfach in den eigenen Kompost gibt, schadet nur sich selbst.

Eine gesunde Alternative ist hingegen die Infrarotheizung, die jedoch immer wieder in die Kritik gerät, da noch keine Langzeitforschungen vorhanden sind. Grundsätzlich geht von den Infrarotstrahlen keine Gefahr aus, auch elektromagnetische Beeinträchtigungen oder Elektrosmog sind bisher nicht nachgewiesen worden. Auch gibt es keinen zusätzlichen Feinstaub oder die Gefahr von Schimmelbildung.

Ganz im Gegenteil zu altmodischen Luftheizungen, die durch ihre Wärmeabgabe die Luft im Raum bewegen und so Staub aufwirbeln. Eine Natursteinheizung ist aus Sicht der Gesundheit ebenfalls ein Traum - schadet jedoch mehr der Umwelt als andere Modelle. Denn die Energie, die von der Natursteinheizung benötigt wird, muss in einem Kraftwerk erzeugt werden und ist somit einer Pellet- beziehungsweise Gasheizung unterlegen.

Enorm beliebt sind heutzutage zudem die Fußbodenheizungen, die einen Raum von unten her wärmen und dadurch als sehr angenehm gelten. Allerdings trägt diese Art von Heizungssystem zum Flug des Feinstaubes im Zimmer bei, was vor allem für Allergiker sehr schädlich sein kann. Zudem sind überall Hausstaubmilben verteilt, die unabhängig von den Sauberkeitsmaßnahmen existieren. Da warme Luft nach oben steigt werden diese Milben durch eine Fußbodenheizung nach oben getrieben und können so ebenfalls Allergikern schwer zu schaffen machen.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass es kein perfektes Heizsystem gibt und alle ihre Schwächen haben. So sollte man sich für die Schwächen entscheiden, mit denen man letztendlich leben kann. Grundsätzlich sollte die Gesundheit über den finanziellen Aspekten stehen, aber auch Fragen des Umweltschutzes müssen beim Kauf eines Heizungsmodelles in die Überlegungen miteinfließen. Dann ist es egal ob man sich für Pellets, Fußbodenheizung oder Infrarotsysteme entscheidet, die Hauptsache ist ein angenehmes Wohngefühl in den eigenen vier Wänden.

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