Auto-Experte: „Tesla wird zum Vorbild“

Das ''Tesla-Konzept'' ist zukunftsträchtiger als das ''Gießkannen-Prinzip'' der etablierten Autohersteller. Diese Schlussfolgerung zieht Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen.

Das "Tesla-Konzept" ist zukunftsträchtiger als das "Gießkannen-Prinzip" der etablierten Autohersteller. Diese Schlussfolgerung zieht Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research der Uni Duisburg-Essen aus seiner Auswertung des Auto-Testmarkts Schweiz. Denn dort hat sich Teslas Model S 2015 bei den Oberklasse-Fahrzeugen an die Spitze gesetzt.

Für Ferdinand Dudenhöffer bedeutet das "Tesla-Konzept" die Konzentration auf eine Antriebsart, nämlich den reinen Elektroantrieb. Diese Strategie hält er für erfolgversprechender als den Mischmasch aus Benzin-, Diesel-, Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Systemen der übrigen Hersteller. In der neutralen Schweiz ließen sich Trends unverfälscht beobachten - etwa ohne Diesel-Bevorzugung durch geringere Steuern oder ohne Zuschüsse für E-Autos. Und gerade dort verwies Tesla 2015 mit 1.556 Zulassungen sämtliche Oberklasse-Mitbewerber wie den Range Rover Sport, die Porsche-Modelle 911 und Cayenne, die Mercedes S-Klasse oder den Audi Q7 auf die Plätze.

Und die Branche hat bereits auf diese Entwicklung reagiert: "Das Rennen der Nacheiferer des Tesla-Prinzips läuft", konstatiert der Auto-Professor mit Blick auf die künftigen Elektroautos von Audi, BMW, Mercedes oder Porsche oder den Opel Ampera-e fürs Massengeschäft. Ferdinand Dudenhöffers Fazit: "Für die Autobauer ist die Situation bedrohlich. Tesla und Google werden zu Vorbildern."