Nicht unwahrscheinlich, dass die Abgas-Affaire des VW-Konzerns einen Oscar wert ist. Zumindest hat der amerikanische Filmemacher Steve Kalafer, der sich gerne dem Dokumentarfilm widmet, ein Projekt in Angriff genommen, in dem er die Wirren um die Betrugssoftware in Dieselmotoren darstellen will. Fachkundig ist Kalafer in gleich zweifacher Hinsicht: Im Hauptberuf ist er seit 39 Jahren Autohändler und Chef der 'Flemington Car & Truck Country'-Kette mit 17 Filialen in Flemington, New Jersey.
Nicht unwahrscheinlich, dass die Abgas-Affaire des VW-Konzerns einen Oscar wert ist. Zumindest hat der amerikanische Filmemacher Steve Kalafer, der sich gerne dem Dokumentarfilm widmet, ein Projekt in Angriff genommen, in dem er die Wirren um die Betrugssoftware in Dieselmotoren darstellen will. Fachkundig ist Kalafer in gleich zweifacher Hinsicht: Im Hauptberuf ist er seit 39 Jahren Autohändler und Chef der "Flemington Car & Truck Country"-Kette mit 17 Filialen in Flemington, New Jersey.
"Backfire: Der Volkswagen-Betrug des Jahrhunderts" - so der Titel des Films - soll nicht die Ansicht des Produzenten darstellen, sondern laut der amerikanischen Fachzeitschrift "Automotive News" diejenige der Kunden und Händler dokumentieren. Bei Volkswagen habe man ihm wenig Verständnis entgegen gebracht, sagt Kalafer. Auskünfte bekam er keine. Deshalb kommen im Film hauptsächlich ehemalige VW-Mitarbeiter und Kunden zu Wort.
Am schlimmsten treffe es in den Vereinigten Staaten die Volkswagen-Exklusiv-Händler, die ihre Ersparnisse und die Reputation ihrer Familien in Franchise-Betriebe der Marke gesteckt haben, sagt Kalafer "Automotive News". Sie könnten den Einbruch ihrer Geschäfte nicht mir anderen Produkten ausgleichen.
Eine Fertigstellung der Dokumentation ist noch nicht in Sicht. Erst nach Abschluss der Abgas-Affaire will der heute 66 Jahre alte Filmemacher und Autohändler einen Schlussstrich und ein Resumee ziehen. Das mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ist dann gar nicht mal so weit her geholt. Bereits drei Mal waren Produktionen Kalafers für die begehrten Academy Awards nominiert, unter anderem der Film "Sister Rose's Passion", eine Produktion über den Antisemitismus in der Katholischen Kirche.