Mehr als die Hälfte der 650.000 weltweit verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeuge wurden 2015 in China verkauft. Grund dafür ist in erster Linie die offensive Förderpolitik der dortigen Regierung, die lokal emissionsfreie Fahrzeuge als Mittel zur Verbesserung der Luftqualität in den von Smog geplagten Mega-Cities auserkoren hat.
Mehr als die Hälfte der 650.000 weltweit verkauften Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeuge wurden 2015 in China verkauft. Grund dafür ist in erster Linie die offensive Förderpolitik der dortigen Regierung, die lokal emissionsfreie Fahrzeuge als Mittel zur Verbesserung der Luftqualität in den von Smog geplagten Mega-Cities auserkoren hat. Und so entwickelt sich der mittlerweile größte Automarkt der Welt auch zum Schlüssel-Markt für die Elektromobilität. Diese wird daher auch in Peking bei der anstehenden Auto China diskutiert werden.
Ein weiterer wichtiger Baustein in der Trendumkehr der weltweiten Antriebssysteme ist laut Automobilexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) an der Uni Duisburg-Essen die weitere Entwicklung beim amerikanischen E-Auto-Pionier Tesla. Die hohe Relevanz verdeutlichen die 325.000 Bestelleingänge in nur zwei Wochen für das Model3, das erst 2018 auf den Markt kommen soll. Das entspricht etwa den gesamten E-Auto- und Plug-in-Hybrid-Verkäufen in China 2015. Tesla wird nach Ansicht von Dudenhöffer in China aber nur dann Fuß fassen, wenn das Unternehmen dort auch eine Produktion eröffnet. Ob das geschehen wird, ist jedoch unklar.
Zudem gewinnen mittlerweile auch die chinesischen Autobauer stark an Bedeutung. In den ersten Monaten des Jahres seien deren Marktanteile in China auf 46 Prozent gestiegen. Besonders hohe Verkaufssteigerungen erzielten sie bei SUV und Vans. Der Grund: Sie bieten Großraum-Limousinen mit sieben Sitzplätzen zu niedrigen Preisen an. "Die Chinesen werden also sehr viel Selbstbewusstsein auf der nach unserer Einschätzung wichtigsten Automesse der Welt - der China Auto - zeigen."