Vier Außenschwenkschiebetüren sichern einen schnellen Fahrgastfluss beim Ein- und Aussteigen. Zur Ausstattung gehören doppelt verglaste Seitenscheiben, Klimatisierung von Fahrerplatz und Fahrgastraum, Bestuhlung mit stoffüberzogenen Sitzschalen sowie zwei 29 Zoll große TFT-Monitore zur Fahrgastinformation.
Die Wendigkeit des CapaCity ist auf seine elektrohydraulisch gelenkte vierte Achse zurückzuführen. Die Knickschutzregelung ATC (Articulation Turntable Controller) erzielt annähernd den Effekt eines ESP und verbessert die Fahrsicherheit. Gleichzeitig entspreche das Lenkverhalten nahezu einem Solofahrzeug, so Mercedes-Benz. Mit Videokameras links und rechts kann der Fahrer beim Verlassen der Haltestelle und beim Abbiegen den Ausschwenkbereich kontrollieren. Angetrieben wird der neue Stadtbus im Vierviertel-Takt von einem 10,7 Liter großen Reihensechszylinder-Dieselmotor, der 265 kW/360 PS leistet. Die Kraftübertragung übernimmt eine Wandlerautomatik von ZF.
Die Wiener Linien, die auch das Straßen- und U-Bahn-Netz betreiben, befördern im Jahr rund 930 Millionen Fahrgäste, davon rund 200 Millionen in Omnibussen. Von diesen Zahlen können die Fiaker genannten Zweispänner, die immer von behüteten und westentragenden Kutschern gelenkt werden, nur träumen. Ohnehin ist ein Streit entbrannt, ob die Pferdeäpfel, die das Paarhufer-Duo vor der Deichsel in der City hinterlässt, nicht eine unakzeptable Geruchsbelästigung und Gefährdung zweiradfahrender und anderer Verkehrsteilnehmer darstellen. Die CapaCity-Busse fahren hingegen mit streng kontrollierten Abgasen und erfüllen die Euro 6 Abgasnorm.