So fährt der US-Automarkt mit Trump

Mit dem Slogan 'Make America Great Again' ist Donald Trump in den Kampf ums Weiße Haus gezogen. Jetzt muss der neue US-Präsident seinen Worten Taten folgen lassen und 2017 die Wirtschaft ankurbeln. Dazu muss Trump unter anderem die Steuern senken. Denn niedrige Steuern bedeuten bei den ausgabefreudigen Amerikanern mehr Konsum. Was aber heißt das für die Autoindustrie?


Mit dem Slogan "Make America Great Again" ist Donald Trump in den Kampf ums Weiße Haus gezogen. Jetzt muss der neue US-Präsident seinen Worten Taten folgen lassen und 2017 die Wirtschaft ankurbeln. Dazu muss Trump unter anderem die Steuern senken. Denn niedrige Steuern bedeuten bei den ausgabefreudigen Amerikanern mehr Konsum. Was aber heißt das für die Autoindustrie? Der Autokauf kann durch Abwrackprämien oder eine zeitweilige Absenkung der Mehrwertsteuer angekurbelt werden. Autos werden damit billiger, die konsumfreudigen US-Amerikaner haben mehr Geld in der Tasche, die Konjunktur-Lokomotive aus Detroit wird gestärkt, so die Annahme von Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Center Automotive Research Universität Duisburg-Essen.

In den USA werden laut Dudenhöffer etwa 3,3 Millionen Autos mehr verkauft als im Land produziert werden. Ein Großteil dieser Autos wird beim Nachbarn Mexiko produziert. Erst vor ein paar Monaten hat Audi sein neues Werk in Mexiko eröffnet. Der VW-Konzern hat damit in Mexiko Produktionskapazitäten für knapp 600.000 Neuwagen. Hyundai-Kia und Toyota verkaufen jeweils 650.000 Autos in USA mehr als dort produziert werden. Mazda baut in Mexiko knapp 200.000 Autos, ein Großteil für die USA. Dudenhöffer: "Was läge näher als Zölle für Fahrzeugimporte einzuführen?" Was China kann, könnte auch für die USA denkbar sein, vermutet der Autoexperte.

Und noch etwas zum Trump-Effekt: Nach seinem Wahlsieg stiegen die Aktien von Ford und GM unmittelbar um zehn Prozent. Börsianer erwarten offenbar, dass Trump seine Wahlversprechen mit einem umwelt- und klimapolitischen Rückwärtssalto einlösen wird. Damit seien für das Jahr 2017 auf dem US-Automarkt 17,9 Millionen Fahrzeugverkäufe zu erwarten, so die Rechnung Dudenhöffers. Sein Fazit: Es wird nicht ganz ohne Gegenwind für Trump funktionieren, aber in vielen Bundesstaaten wird der Trump-Effekt dem US-Automarkt Rückenwind geben.