Auto-Weltmarkt: Wachstum flacht ab

Der weltweite Automarkt wird auch 2017 weiter wachsen. Allerdings gehen die Experten der Wirtschaftsberatung PWC und des Center Automotive Research (CAR) davon aus, dass die Dynamik nachlässt - und das nicht zuletzt wegen der Kaufzurückhaltung in Europa.

Der weltweite Automarkt wird auch 2017 weiter wachsen. Allerdings gehen die Experten der Wirtschaftsberatung PWC und des Center Automotive Research (CAR) davon aus, dass die Dynamik nachlässt - und das nicht zuletzt wegen der Kaufzurückhaltung in Europa. So sollen die Neuzulassungen 2016 um 4,9 Prozent auf weltweit 82,1 Millionen Fahrzeuge steigen, 2017 aber "nur" um 3 Prozent auf rund 84,6 Millionen Neuwagen.

Einmal mehr erweist sich dabei China mit geschätzt 5,3 Prozent mehr Verkäufen als Zugpferd der Entwicklung, die für 2016 prognostizierten 14 Prozent Steigerung im Reich der Mitte sind aber erstmal passé. Denn diese enormen Zuwächse resultieren aus einer künstlich angefachten Nachfrage durch die Halbierung der Mehrwertsteuer für Fahrzeuge mit weniger als 1,6 Liter Hubraum.

Beim wichtigen US-Markt sind sich die Experten laut der Fachzeitschrift "kfz-betrieb" uneins: PWC rechnet mit einem Minus von 0,5 Prozent auf 17,5 Millionen Fahrzeuge, die CAR-Wissenschaftler dagegen mit einem Plus von 2,0 Prozent auf 17,9 Millionen Zulassungen infolge des "Trump-Effekts" - der designierte US-Präsident hat eine Stärkung der dortigen Autobauer angekündigt.

Mit einer Stimme sprechen die Statistiker mit Blick auf Europa. Laut Prognose wird "insbesondere eine Neukaufzurückhaltung in Europa die weltweite Entwicklung bremsen". Das CAR-Institut erwartet ein Absatzwachstum von nur noch 1,3 Prozent in den Staaten der EU und der Efta, PWC rechnet für Gesamteuropa immerhin noch mit einem nur leicht unterdurchschnittlichen Plus von 2,7 Prozent auf 17,5 Millionen Einheiten in 2017.