Der deutsche Energieverbrauch steigt

Es mag nicht sonderlich verwundern, aber der Energieverbrauch der Deutschen ist im ersten Halbjahr 2017 wieder leicht angestiegen. Die Witterungsverhältnisse trugen derweil dazu bei, dass die erneuerbaren Energien mit dem Verbrauch Schritt hielten.


Es mag nicht sonderlich verwundern, aber der Energieverbrauch der Deutschen ist im ersten Halbjahr 2017 wieder leicht angestiegen. Die Witterungsverhältnisse trugen derweil dazu bei, dass die erneuerbaren Energien mit dem Verbrauch Schritt hielten. Das zeigt die aktuelle Auswertung der "Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen".

In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 betrug der Energieverbrauch in Deutschland 6.882 Petajoule beziehungsweise 234,8 Millionen Tonnen Steinkohlen-Einheiten und lag damit um 0,8 Prozent höher als 2016. Im gleichen Zeitraum hat sich der Verbrauch von Mineralöl um 2,6 Prozent erhöht. Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die Kraftstoffe bei. Der Diesel-Absatz lag mit 6,5 Prozent im Plus, bei den Ottokraftstoffen gab es ein Plus von 2,5 Prozent, und der Absatz von Flugkraftstoff erhöhte sich um fast 8 Prozent. Beim leichten Heizöl wurde ein leichter Absatzrückgang verzeichnet.

Der Erdgas-Verbrauch stieg um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einerseits ist das auf die Wärmeversorgung zurückzuführen, andererseits auch auf die Nachfrage aus der Industrie. Der Steinkohle-Verbrauch sank im ersten Halbjahr 2017 indes um 6,7 Prozent, während sich der Verbrauch von Braunkohle um knapp 3 Prozent erhöht hat. Die Kernenergie büßte 17,5 Prozent ein, die erneuerbaren Energien hingegen steigerten ihren Beitrag um mehr als 6 Prozent. Die Stromeinspeisung aus Wind- und PV-Anlagen stieg um 19 beziehungsweise 14 Prozent. Bei Wasserkraft dagegen war ein Rückgang um 18 Prozent zu beobachten. (vm/en-wid)