Warum die Landwirtschaft so wichtig ist wie selten zuvor
Redaktion16. Februar 2022UMWELT
Jeder braucht die Landwirtschaft. Die Landwirtschaft ernährt unsere gesamte Bevölkerung und produziert Fasern für Kleidung, Futtermittel für Vieh und neuerdings in immer größerem Maße auch Bioenergie.
Insbesondere in den Entwicklungsländern trägt die Landwirtschaft erheblich zum BIP-Wachstum bei, ist die Schlüsselindustrie bei der Armutsbekämpfung und macht den Löwenanteil der Beschäftigungsmöglichkeiten in diesen Ländern aus; insbesondere für Frauen. Die Landwirtschaft hat auch eines der größten Potenziale für die Reduzierung von Kohlenstoffemissionen und die Unterstützung gefährdeter Menschen bei den notwendigen Anpassungen an den Klimawandel.
Nachhaltige Landwirtschaft
Die konventionelle Landwirtschaft übt oft einen erheblichen Druck auf die natürlichen Ressourcen und die Umwelt aus. Nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken sollen die Umwelt schützen, die natürliche Ressourcenbasis der Erde erweitern und die Bodenfruchtbarkeit erhalten und verbessern, anstatt Erosion Vorschub zu leisten. Basierend auf einem mehrgleisigen Ansatz verfolgt eine nachhaltige Landwirtschaft dabei folgende Zielsetzungen:
• Steigerung des rentablen landwirtschaftlichen Einkommens • Förderung der Umweltverantwortung • Verbesserung der Lebensqualität von Bauernfamilien und Gemeinden • Steigerung der Produktion für menschliche Nahrung und den Bedarf an Fasern
Anstatt also mit der Brechstange auf Monokulturen zu setzen, wird nun Vielseitigkeit und nachhaltige Fruchtfolge praktiziert. Und es kommen immer mehr natürliche Dünger in den Pneumatikstreuer. Auf Pestizide wird nach Möglichkeit verzichtet.
Darum ist die moderne, nachhaltige Landwirtschaft so wichtig
Nachhaltige Landwirtschaft umfasst häufig eine breite Palette von Produktionsmethoden, einschließlich konventioneller und biologischer Herangehensweisen. Ein regional integriertes System pflanzlicher und tierischer Produktionspraktiken soll langfristige Ergebnisse erzielen. Dabei müssen mehrere Ziele unter einen Hut gebracht werden. So muss die Produktion von ausreichend Nahrung auch im Angesicht von Bevölkerungswachstum gewahrt bleiben – jedoch nicht mehr auf Kosten der Umwelt, wo sie sich vermeiden lassen. Vor allem setzt sich aber auch mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass Nachhaltigkeit und langfristige Wirtschaftlichkeit keine Gegensätze sind, sondern einander bedingen. Denn ausgedörrte Böden werden immer weniger Ertrag bringen. Und ein Umfeld, in dem die bestäubenden Insekten nicht gedeihen, wird auch das Aufblühen der künftigen Ernten immer weiter erschweren.
Nun käme es noch darauf an, dass die landwirtschaftlichen Methoden der Zukunft überall Anklang und Nachahmung finden. Doch dies ist leider nicht der Fall. Stattdessen wird Regenwald für Ackerland angezündet.
Warum die Landwirtschaft so wichtig ist wie selten zuvor