Kasts linksgerichteter Vorgänger Gabriel Boric hatte Bachelet die Unterstützung ausgesprochen, die als erste Frau an die Spitze der UNO gelangen möchte. Das Vorhaben wurde auch von den linksregierten Ländern Brasilien und Mexiko unterstützt.
Bachelet selbst hatte im Dezember gesagt, die Welt sei bereit für die erste Frau an der Spitze der Vereinten Nationen. Die Sozialistin war zweimal Präsidentin von Chile - von 2006 bis 2010 und von 2014 bis 2018.
Gemäß einer nicht immer beachteten Regel wechselt das Generalsekretariat turnusmäßig zwischen den großen Regionen der Welt. Als nächstes ist demnach Lateinamerika an der Reihe. Zudem wurden vermehrt Forderungen laut, dass eine Frau die UNO leiten solle.
Die zweite Amtszeit von UN-Generalsekretär António Guterres läuft Ende 2026 aus. Neben Bachelet kandidieren unter anderem auch die Costa-Ricanerin Rebeca Grynspan und der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), der Argentinier Rafael Grossi.