Trump: USA könnten

US-Präsident Donald Trump spricht zum Iran-Krieg Bild: AFP

Trump: USA könnten "ganzen" Iran "in einer Nacht" auslöschen

US-Präsident Donald Trump hat dem Iran erneut mit massiven Luftangriffen gedroht. 'Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein', sagte Trump bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg.

US-Präsident Donald Trump hat erneut massive und verheerende Luftangriffe auf die Infrastruktur des Iran angedroht. "Das ganze Land könnte in einer Nacht ausgelöscht werden, und diese Nacht könnte morgen sein", sagte Trump am Montag bei einer Pressekonferenz zum Iran-Krieg im Weißen Haus. Alle Brücken und alle Kraftwerke des Iran könnten binnen "vier Stunden" zerstört werden.

"Wir haben einen Plan, wegen der Macht unserer Streitkräfte, in dem jede Brücke im Iran bis morgen um Mitternacht (Nacht von Dienstag auf Mittwoch) zerstört wird, wo jedes Kraftwerk ausgeschaltet wird, brennt, explodiert, und nie wieder verwendet wird", sagte Trump. "Ich meine, komplette Zerstörung bis Mitternacht. Und es wird in einem Zeitraum von vier Stunden geschehen - wenn wir es wollten."

Gleichwohl betonte Trump: "Wir wollen nicht, dass das passiert." Die USA könnten dem Iran sogar künftig bei einem Wiederaufbau helfen.

Der US-Präsident hat wiederholt mit der massiven Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte die Straße von Hormus nicht geöffnet werden. Trump hat ein Teheran gestelltes Ultimatum mehrfach verlängert, derzeit gilt es offenbar bis Dienstag 20.00 Uhr (Ortszeit, Mittwoch 02.00 Uhr MESZ). Am Sonntag schrieb der Präsident auf seiner Onlineplattform Truth Social: "Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben."

Am Montag sagte Trump bei einem Osterfest am Weißen Haus auf eine Journalistenfrage, ob Angriffe auf die Energie-Infrastruktur des Iran nicht gegen das Kriegsrecht verstoßen würden: "Darüber mache ich mir keine Sorgen." Ein "Kriegsverbrechen" wäre es vielmehr dem Iran zu erlauben, in den Besitz einer Atomwaffe zu gelangen. Trump hat die US-israelischen Luftangriffe auf den Iran unter anderem mit dem Atomprogramm der Islamischen Republik begründet.

Bei der nach dem Osterfest angesetzten Pressekonferenz im Weißen Haus ging es zunächst um die spektakuläre Rettung von zwei Besatzungsmitgliedern eines vom Iran abgeschossenen US-Kampfjets. Trump sagte, bei dem Rettungseinsatz für die beiden Besatzungsmitglieder seien insgesamt mehr als 170 Militärflugzeuge, Hubschrauber und Drohnen eingesetzt worden - 21 für die Rettung des ersten Besatzungsmitglieds und 155 für die Rettung des zweiten Crewmitglieds.

CIA-Chef John Ratcliffe bestätigte Medienberichte, wonach der US-Auslandsgeheimdienst den Einsatz unterstützte. Die CIA habe "eine Täuschungskampagne ausgeführt, um die Iraner zu verwirren".

Die USA und der Iran hatten sich am Wochenende einen dramatischen Wettlauf geliefert, um insbesondere das zweite Besatzungsmitglied zu finden. Für die USA wäre es ein Albtraum gewesen, wenn der Soldat in die Hände des Iran gefallen wäre - für Teheran dagegen ein Triumph und ein wichtiges Druckmittel gegen Washington.