Fluginformationen am Flughafen in Frankfurt Bild: AFP
Pilotengewerkschaft VC ruft für Montag und Dienstag zu Streiks bei Lufthansa auf
AFP11. April 2026, 17:33 UhrVERKEHR
Nach dem Streik des Kabinenpersonal ereilt die Lufthansa gleich der nächste Ausstand: Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat die Pilotinnen und Piloten für kommenden Montag und Dienstag zum Streik aufgerufen.
Die Lufthansa kommt nicht zur Ruhe: Die Vereinigung Cockpit (VC) hat die Pilotinnen und Piloten der größten deutschen Airline für Montag und Dienstag zu Streiks aufgerufen. Die "umfassenden Arbeitskampfmaßnahmen" sollen am Montag um 00.01 Uhr beginnen und am Dienstag um 23.59 Uhr enden, wie die Gewerkschaft am Samstag mitteilte. Die Lufthansa kritisierte das scharf und sprach von einer "völlig neuen Stufe der Eskalation".
Betroffen sind neben der Lufthansa-Kernmarke auch die Frachttochter Cargo und die Tochter Cityline. Wegen der "aktuellen Situation im Nahen Osten" sind nach Angaben der Gewerkschaft allerdings Flüge aus Deutschland in mehrere Länder der Region ausgenommen - nämlich nach Aserbaidschan, Ägypten, Bahrain, Irak, Israel, Jemen, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Oman, Saudi-Arabien und in die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Gewerkschaft sehe sich zu dem Schritt gezwungen, hieß es: "Trotz eines bewussten Verzichts auf Streikmaßnahmen über die Osterfeiertage blieben ernstzunehmende Angebote aus." Es habe weder eine Reaktion noch erkennbare Gesprächsbereitschaft seitens der Arbeitgeber gegeben.
Die VC fordert vor allem ein Angebot für eine bessere betriebliche Altersvorsorge für das Cockpit-Personal. Sie zeigte sich außerdem "weiterhin gesprächsbereit": Die Arbeitgeberseite habe "jederzeit die Möglichkeit, den Streik abzuwenden, indem sie verhandlungsfähige Angebote vorlegt", teilte die Gewerkschaft mit.
Die Lufthansa kritisierte den Streikaufruf auf Anfrage deutlich. Die Kernforderung der Gewerkschaft "nach Verdopplung einer ohnehin schon überdurchschnittlichen und exzellenten betrieblichen Altersvorsorge ist absurd und unerfüllbar", erklärte der Konzern.
Erst am Freitag waren wegen eines Streiks des Kabinenpersonals bei der Lufthansa zahlreiche Flüge ausgefallen. Dazu hatte die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) aufgerufen.