Arzneimittel-Knappheit: EU bemüht sich um Förderung eigener Produktion
AFP12. Mai 2026, 11:26 UhrGESUNDHEIT
Angesichts des anhaltenden Mangels an Arzneimitteln für Fiebersäften für Kinder, Asthmasprays und Diabetesmedikamenten will die EU die Produktion in ihren Mitgliedstaaten fördern.
Angesichts des anhaltenden Mangels an Arzneimitteln wie Fiebersäften für Kinder, Asthmasprays und Diabetesmedikamenten will die EU die Produktion in ihren Mitgliedstaaten fördern. Vertreter aus dem Europaparlament und dem Rat der 27 Länder einigten sich am frühen Dienstagmorgen auf Änderungen an den Regeln für die öffentliche Beschaffung, die europäische Hersteller künftig bevorzugen sollen.Â
Beiden Seiten zufolge sollen die EU-Länder nicht mehr nur den niedrigsten Preis als Auswahlkriterium anlegen. Stattdessen soll es auch auf die langfristige Verfügbarkeit, Lieferbedingungen und eine ausreichende Lagerhaltung ankommen.
Besteht eine starke Abhängigkeit von einem oder wenigen Ländern, dürfen die nationalen Regierung auch die eigene Produktion gesondert fördern. Eine gesetzliche Verpflichtung dazu gibt es aber nicht. Die Empfehlung richtet sich vor allem gegen China, aber auch aus Indien und den USA bezieht die EU zahlreiche Medikamente.
Das Europaparlament und der Rat der 27 EU-Länder müssen das Gesetz noch formal absegnen, bevor es in Kraft treten kann.