Retter in der überfluteten Höhle in Laos Bild: AFP
Retter: Erster von sieben in Höhle Eingeschlossenen in Laos befreit
AFP29. Mai 2026, 17:45 UhrBRENNPUNKTE
Nach mehr als einer Woche ist laut Einsatzkräften der erste von sieben Goldsuchern aus einer überschwemmten Höhle in Laos befreit worden. Der Mann sei 'erfolgreich gerettet worden', erklärte ein thailändisches Rettungsteam auf Facebook.
Nach mehr als einer Woche ist laut Einsatzkräften der erste von sieben Goldsuchern aus einer überschwemmten Höhle in Laos befreit worden. Der Mann sei "erfolgreich gerettet worden", schrieb ein thailändisches Rettungsteam am Freitag im Onlinedienst Facebook. Auf einem Foto war zu sehen, wie drei Männer einen mit Schlamm beschmierten Mann über unebenen Boden halfen. Zuvor hatten die Einsatzkräfte Wasser aus der Höhle gepumpt.Â
Der thailändische Retter Kengkard Bonggawong erklärte, als nächstes würden die vier weiteren Männer aus der Höhle geholt, die am Mittwoch lebend gefunden worden waren. Nach zwei noch Vermissten solle am Samstag weiter gesucht werden.
Mittlerweile trafen nach thailändischen Angaben neue Rettungsteams zur Verstärkung in Laos ein, darunter spezialisierte Taucher aus Frankreich und Australien. Der laotische Wetterdienst erwartete für Freitagnachmittag und -abend (Ortszeit) Gewitter mit Regenfällen in weiten Teilen der Provinz Xaysomboun, in der die Höhle liegt.Â
Auf der Suche nach Gold waren sieben Dorfbewohner am Mittwoch vergangener Woche in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum von Laos hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Die fünf Männer, die am Mittwoch lebend gefunden wurden, klagten laut Videoaufnahmen von Rettungskräften über Hunger und Schmerzen.Â
Der an der Rettungsaktion beteiligte finnische Taucher Mikko Paasi gehörte zu den Tauchexperten, die 2018 bei der dramatischen Rettungsaktion für eine Jugend-Fußballmannschaft aus der überfluteten Tham-Luang-Höhle in Nordthailand geholfen hatten. Zwölf Spieler und ihr Trainer hatten damals zweieinhalb Wochen in der überschwemmten Höhle festgesessen, bis sie schließlich in einem riskanten Einsatz gerettet werden konnten.