Höhlenunglück in Laos: Retter suchen nach neuem Zugang

Retter umarmen zwei Überlebende Bild: AFP

Höhlenunglück in Laos: Retter suchen nach neuem Zugang

Nach dem Höhlenunglück in Laos suchen Rettungskräfte nach einem neuen Einstieg in die teilweise überflutete unterirdische Höhle. Einem Helfer zufolge hörte ein Team 'Klopfgeräusche' aus einem Schacht.

Nach dem Höhlenunglück in Laos suchen Rettungskräfte nach einem neuen Einstieg in die teilweise überflutete unterirdische Höhle. Während ein Team weiterhin im Innern der Höhle arbeite und versuche, den Weg zum mutmaßlichen Aufenthaltsort zweier noch vermisster Dorfbewohner freizumachen, suche ein zweites Team von außen nach einem zweiten Zugang, sagte der malaysische Taucher Lee Kian Lie am Montag der Nachrichtenagentur AFP.

Der thailändische Rettungshelfer Manat Artmongkron berichtete derweil, ein Team habe bei einem Abstieg in die Höhle in 70 Metern Tiefe "Klopfgeräusche" aus einem Schacht gehört. Der finnische Taucher Mikko Paasi erklärte, wegen neuer Regenfälle seien Abschnitte der Höhle zu instabil geworden. Deshalb werde nun versucht, einen Zugang von außen zu finden und Kletterer zu den Vermissten abzuseilen. 

Sieben Dorfbewohner waren am 20. Mai auf der Suche nach Gold in die weitverzweigte Höhle in einer abgelegenen Gegend von Xaysomboun im Zentrum des Landes hinabgestiegen. Bei einer Sturzflut drang Wasser ein und schnitt ihnen den Rückweg ab. Helfer hatten seitdem unablässig Wasser abgepumpt, um Rettern den Zugang zu ermöglichen. 

Am Freitag konnte ein erster Mann aus dem Höhlensystem gerettet werden. Am Samstag kamen vier weitere Männer aus eigener Kraft frei, nachdem Taucher sie mit Essen und Medikamenten versorgt hatten und der Wasserstand tief genug gesunken war.